Diskographie Cathy Krier

VIDEO 

Berg · Schönberg · Zimmermann · Liszt
PIANO -  20th Century


ALBAN BERG
Sonate Op. 1
 
ARNOLD SCHÖNBERG
Klavierstücke Opp. 11/ 33a/ 33b

BERND ALOIS ZIMMERMANN
Enchiridion, Part I + II

FRANZ LISZT
Nuages Gris & Unstern! - Sinistre


Cathy Krier, Klavier


Label: CAvi Music
Bestellnummer: CAvi 8553339
Vertrieb: Harmonia Mundi
Format: 1 CD
Veröffentlichung (D/Ö): 11. September 2015

Hörbeispiel 

Meisterin der Moderne
(...) "Vorliegend erweitert sie den Horizont in Richtung Moderne noch beträchtlich: Beginnend mit den düsteren, in sich gekehrten Sphären von Liszts 'Nuages Gris' und 'Unstern! – Sinistre', versenkt sie sich mit bemerkenswertem Tiefgang in die eigentümlichen Klangwelten dieser immer wieder rätselhaft anmutenden Stücke. Überzeugend gelingt es ihr, die statisch-introvertierten Passagen in sich ruhen und die von ihnen ausgehenden Zustände fast esoterisch wirkender Meditation intensiv auf den Hörer wirken zu lassen.
Mit dem nächsten Schritt begibt Krier sich ins Reich der Zwölftonmusik: Alban Bergs Sonate op. 1 spielt sie mit geschliffener Diktion, die eine spontane Flexibilität zwischen kantiger Schroffheit und weich geformten lyrischen Linien auszeichnet. Schönbergs drei Klavierstücken op. 11 verleiht sie scharfe Konturen; die perlenden Arpeggien und wuchtigen Akkord-Einwürfe im ersten behandelt sie exemplarisch mit großer klanglicher Sorgfalt. Das zweite ('Sehr langsam') taucht sie in ein wunderbar schwebendes Zwielicht. (...)
Eine echte Rarität präsentiert Krier schließlich mit Bernd Alois Zimmermanns (1918-1971) Zyklen 'Enchiridion – Kleine Stücke für Klavier, Teil I' (1949) sowie dem korrespondierenden zweiten, mit dem Titel 'Exerzitien' (1952) überschriebenen Teil. Die Vielgestaltigkeit dieser teils stilistisch-formal geprägten, teils programmatisch angehauchten Petitessen bringt Krier mit hoher Anschlagspräzision und agogischer Elastizität auf den Punkt. In raschen Nummern wie dem 'Rondino' und der 'Toccata' aus der ersten Sammlung oder dem 'Ostinato' aus der zweiten mit seinen dicht gedrängten Tonrepetitionen kommen im starken, wirkungsvoll dargestellten Kontrast zur zeitweise fast völligen, spannungsreich nachempfundenen Stille in 'Matutin' oder dem 'Intermezzo' auch ihre beachtlichen technischen Fähigkeiten zum Ausdruck." (...)
Klassik.com, 25.03.2016 

 

(...) "Auf der neuen CD spielt Krier die Klaviersonate op.1 von Alban Berg geheimnisvoll, räselhaft, aber auch voller dramatischer Steigerungen. Arnold Schönbergs Klavierstücken op.11 gewinnt sie eine mitreißende Kantabilität und eine zuweilen schwebende Leichtigkeit ab."(...)
Piano News, Januar 2016

Empfehlung des Monats
"Unverkrampft und selbstverständlich öffnet Cathy Krier hier die Klavierwelten des 20. Jahrhunderts. (...)
Die Pianistin führt diese mitunter sperrige und abweisende Musik mit glühender Intensität auf, wobei sie über ein unglaubliches Farbspektrum verfügt: Zarte Klanggespinste weiß sie ebenso zu erzeugen wie eine machtvoll gemeißelte Forte-Attacke." (...)
Fono Forum, Dezember 2015

„Audiophiles Highlight des Monats” Bildergebnis für stereo Audiophiles Highlight 
(...) "Die Pianistin führt diese mitunter sperrige und abweisende Musik mit glühender Intensität auf, wobei sie über ein unglaubliches Farbspektrum verfügt: Zarte Klanggespinste weiß sie ebenso zu erzeugen wie eine machtvoll gemeißelte Forte-Attacke. Dieses spannende Recital wird konzeptionell sinnvoll mit zwei späten Stücken von Franz Liszt abgerundet."
STEREO, Dezember 2015

Sprechende Atonalität
(...) "Ihr neues Album widmete sie atonalen Schlüsselwerken des 20. Jahrhunderts und sie zieht da einen sehr schlüssigen thematischen Bogen von Alban Bergs früher Sonate op.1 über Schönbergs bahnbrechende "3 Klavierstücke op.11" bis zu Bernd Alois Zimmermanns essentiellen "Enchiridion"-Zyklen aus den Jahren 1949-1952, in denen er seinen Weg zur seriellen Musik bahnte. Schon die perfekt und ausdruckstark musizierte Berg-Sonate enthüllt ihren sinnstiftenden, um Plausibilität werbenden Ansatz, und so gelingt es ihr, die komplexe Konstruktion lyrisch zum Sprechen zu bringen und so auch den weniger erfahrenden Hörer emotional anzusprechen."(...)
Home Electronics, Oktober 2015

(...) "Die Sonate Alban Bergs, die drei Klavierstücke op. 11 von Schönberg, Geburt der Atonalität, kann die aus Luxemburg stammende Künstlerin unverblümt mit Klangopulenz ausstaffieren.
Komplexität wirkt nie abweisend, bietet Reize konstruktiver Fantasie." (...)
Süddeutsche Zeitung, 20.10.2015

Nichts für Feiglinge
(...) "Über die Aufnahme kann man sich nur mit Begeisterung äußern. Cathy Krier gelingt es hervorragend, Liszts Modernität aufblitzen zu lassen und im Gegenzug Bergs op. 1 noch spätromantische Klänge deutlich zumachen. Spannend auch die drei kondensierten Klavierstücke von Schönberg, die von Cathy Kriers ebenso subtilem wie analytisch geprägtem Anschlag profitieren.(...)
Eine musikalisch ebenso hochwertige wie außergewöhnliche Aufnahme, die den Hörer während 70 Minuten herausfordert. Also nichts für musikalische Feiglinge!"
Coburger Tageblatt, 17.10.2015

Klavierreise ins 20. Jahrhunderte
(...) "Auch mit ihrer neuen CD überzeugt die Luxemburgerin - nicht zuletzt durch die Zusammenstellung: Alban Bergs brüchig gewordene Romantik der Klaviersonate op.1 führt Krier weiter über die Hyperexpressivität von Arnold Schönbergs Klavierstücken op.11, dann zum "Enchiridion"-Zyklus, in dem Bernd Alois Zimmermann an der Grenze zwischen rhythmisch vitalem Neoklassizismus und konstruktiven Tendenzen steht. Rückblende zu Schönberg und seinen Versuch, im Opus 33 durch die Zwölftontechnik neue Ausdrucksbereiche zu erschließen. Und dann die Suche nach dem Ausgangspunkt dieser Entwicklungen: "Nuages Gris" und "Unstern" von Franz Liszt.
Was Krier technisch vermag, wäre schon für sich genommen bewunderungswürdig. Aber erst, wie sie den Nervensträngen dieser Musik nachspürt, macht sie zu der bedeutenden Interpretin, als die sie zu gelten hat. Sensationell und unbedingt hörenswert!"
Wiener Zeitung, 13.10.2015 

Mitreißend intelligent
"Vor dieser Frau muss man den einfach den Hut ziehen! (...)
Im selbstverfassten Booklet erklärt sie den Hintersinn, nämlich die Entwicklung der atonalen Musik hörbar nachzuvollziehen. Verblüffenderweise ist das Ergebnis keine trockende Musikwissenschaftsstunde, sondern eine mitreißende Expedition, die nicht zuletzt von der klangsinnlichen und technisch makellosen Interpretation lebt. (...)
Gehen Sie, hören Sie selber!"
Crescendo, Oktober/November 2015


Ein anspruchsvolles Programm, intelligent und raffiniert gespielt
(...) "Neben der Originalität der Werkauswahl ist Cathy Kriers Klavierspiel, wie erwartet, hervorragend. Es ist reich an Sensibilität, an Kontrast zwischen Spontaneität und Ruhe, sowie auch von großer Dynamik geprägt. Der Hörer spürt die Affinität der jungen Luxemburgerin zu diesen ungewöhnlichen Werken und im allgemeinen zur Musik des 20. Jahrhunderts. Sie versteht es perfekt, die Atmosphäre dieser ganz besonderen harmonischen Klangwelt zu vermitteln. So entstand eine CD, für die man sich Zeit nehmen muss, um das ganze Raffinement der Interpretationen zu erfahren, und die in jedem Fall ein Must für anspruchsvollere Zuhörer ist."
pizzicato, 30.09.2015 


RAMEAU · LIGETI

Jean-JEAN-PHILIPPE RAMEAU
Suite en Sol aus: Nouvelles Suites de Pièces de Clavecin (1726/28)

1 Les Tricotets. Rondeau
2 L'Jndifferente
3 Menuet-deuxième menuet
4 La Poule
5 Les Triolets
6 Les Sauvages
7 L'Enharmonique
8 L'Egiptienne

GYÖRGY LIGETI
Musica Ricercata (1951-1953)

9   I.    Sostenuto - Misurato - Prestissimo
10 II.   Mesto, rigido e cerimoniale
11 III.  Allegro con spirito
12 IV.   Tempo di valse (poco vivace -"à l'orgue de Barbarie")
13 V.    Rubato. Lamentoso
14 VI.   Allegro molto capriccioso
15 VII.  Cantabile, molto legato
16 VIII. Vivace. Energico
17 IX.   (Béla Bartók in Memoriam) Adagio. Mesto - Allegro maestoso
18 X.    Vivace. Capriccioso
19 XI.   (Omaggio a Girolamo Frescobaldi) Andante misurato
           e tranquillo

JEAN-PHILIPPE RAMEAU
Aus: Pièces de Clavecin en Concerts (1741)
20 La Livri
21 L’Agaçante
22 La Timide Premier Rondeau – deuxième rondeau
23 L’indiscrète
24 La Dauphine (1747)


Cathy Krier, Klavier


Label: CAvi Music 
Bestellnummer: CAvi 8553309
Vertrieb: Harmonia Mundi
Format: 1 CD
Veröffentlichung (D/Ö): 15. August 2014

  

Barockmeister trifft Klassiker der Moderne
(...) "Darf man Cembalo-Musik des französischen Barock-Meisters Jean-Philippe Rameau auf dem modernen Konzertflügel spielen? Man darf - wenn man es so überzeugend kann wie die junge luxemburgische Pianistin Cathy Krier.
Denn mit verblüffender Selbstverständlichkeit dringt sie in ihrer Aufnahme zum Kern dieser fast drei Jahrhunderte alten Musik vor. Sie befreit die Werke aus Klang-Kleidern, die ihr scheinbar doch so perfekt passen und lässt hörbar werden, wie sich die Verbindung von Klangfarbe und Struktur, die Rameau einst mit den Registriermöglichkeiten des Cembalos erzielte, auf dem Klavier völlig zeitlos entfalten.
Mehr noch: Die Wahl des Klaviers ermöglicht Cathy Krier die Kombination von Cembalo-Werke Jean-Philipp Rameaus mit Klaviermusik eines Klassikers der Moderne: György Ligeti. Diese Koppelung klingt zunächst nach provokantem Kontrast und wird doch zum spannenden Dialog, bei dem sich die Werke Rameaus und Ligetis wechselseitig erhellen. (...)
Cathy Krier ist eine Pianistin mit ungewöhnlichen Repertoire-Vorlieben. Nach ihrer viel beachteten Doppel-CD mit sämtlichen Klavierwerken von Leos Janácek präsentiert sie sich auch in dieser Aufnahme als Künstlerin, der es nicht um die Zurschaustellung virtuoser Brillanz geht. Ihre technische Souveränität stellt Cathy Krier jederzeit in den Dienst der Gestaltung. So gelingt es ihr, Rameaus Musik ebenso farbenreich wie klar in den Konturen zu interpretieren.
Und bei Ligeti beeindruckt, wie sie die strenge Konstruktion der Kompositionen ganz selbstverständlich mit musikantischem Schwung zu verbinden weiß. Bemerkenswert. (...)
Coburger Tageblatt, 23.01.2015 

"Eine ganz andere, eigene Rameau-Baustelle hat sich die luxemburgische Pianistin Cathy Krier aufgetan. Sie spielte einige der Piècen Rameaus auf dem modernen Flügel ein, mit kantablem Ton, leichtem Anschlag und sogar federfein dosierter Agogik..."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.12.2014

Himmelhoch jauchzend und nie zu Tode betrübt
(...) "Krier gestaltet mit ihrem glasklaren und zugleich gefühlvollen Spiel wunderbare Dialoge zweier Komponisten, die einander näher sind, als man denkt."
Falter, 26.11.2014

(...) "Den Zyklus "Musica Ricercata" von György Ligeti versteht Cathy Krier als - so die wörtliche Übersetzung- Suche oder gar Experiment, sich eigener Rhetorik zu vergewissern. Insofern ist dieser Impetus stets präsent, wenn plötzlich moderne Grooves oder weicher Boogie aufkommen. Grelle Kontraste bleiben allerdings im metallischen Rubato und perkussiven Sostenuto nicht ausgeschlossen. Gerade mit diesen internen Juxtapositionen zeigt sich bei Ligeti eine Zeitbrücke zurück zum Barock, denn Rameau hat in seinem Stil Ähnliches versucht. Deshalb ergibt das exquisite Programm von Cathy Krier einen klangästhetischen Hör-Sinn, von dem man sich vereinnahmen lassen sollte."
PianoNews, November/Dezember 2014

Cathy Kriers zweiter Geniestreich  
(...) "Dabei begnügt sich die luxemburgische Pianistin nicht mit dem gängigen Repertoire. Sie spielt von Jean-Philippe Rameau die ‘Suite en sol’, Auszüge aus den ‘Pièces de claveçin en concerts’ und ‘La Dauphine’ in den Fassungen für Klavier. Das ist hoch interessant, weil die Werke auf dem modernen Instrument eine ganz andere Klangfarbe und Dynamik erhalten. Die Lieblichkeit des Cembalos weicht der Expressivität und Ernsthaftigkeit des Klaviers und lässt den Hörer ahnen, zu welchen Resultaten Rameau hätte gelangen können, wenn er einen Flügel zur Verfügung gehabt hätte. Aber damit nicht genug. Cathy Kriers Interpretationen blicken, wie schon bei Janacek, hinter die Musik und zeigen sich gleichzeitig sehr musikantisch und tänzerisch. Oberflächlichkeit wird zu Gunsten reflektierter und ausgewogener Interpretationen vermieden, so dass dieser Rameau zweifellos Referenzcharakter besitzt. (...)
So ist es interessant zu bemerken, wie nahtlos sich eigentlich beide Komponisten auf dieser CD ergänzen, ohne, dass man beim Hören das Gefühl hat, einen Sprung von 200 Jahren Musikgeschichte und -entwicklung zu machen. Auch hier spielt Cathy Krier mit einer wundervollen Technik und einem natürlichen Atem, wodurch Ligetis Musik sehr transparent und fließend daherkommt. Eine ebenso wertvolle wie musikalisch hochwertige CD einer bemerkenswerten und hoch intelligenten Pianistin."
pizzicato, 01.10.2014 


Zu Gast im TonArt-Studio von WDR 3  am 26.09.2014
Mit 14 Jahren gehörte Cathy Krier schon zur Meisterklasse von Pavel Gililov. Ein Jahr später spielte sie mit dem Latvian Philharmonic Chamber Orchestra Beethovens 4. Klavierkonzert. Mittlerweile hat Cathy Krier 3 CDs herausgebracht.
Auf ihrer jüngsten CD befinden sich Werke von Rameau und Ligeti. Aus diesem Programm spielt sie live bei WDR 3 TonArt. Außerdem erzählt sie von ihrer anstehenden Zusammenarbeit mit dem Komponisten Wolfgang Rihm.
Live-Musik hören 

Es gibt noch wahre Pianisten!
(...) "Die zweite CD der 29-jährigen Luxemburgerin ist ähnlich ungewöhnlich und nicht minder begeisternd.
Sie kombiniert Werke von Jean-Philippe Rameau mit György Ligetis früher, an Bela Bartók und (das hat die Krier glänzend herausgehört) dem Barock geschulter "Musica Ricercata". Verwegen? Vielleicht. Nicht zuletzt in Hinsicht darauf, dass Alte-Musik-Puristen bei den Rameau-Stücken nach einem Cembalo rufen werden. Sollen sie doch! Denn Hand aufs Herz: Hat diese Musik jemals färbiger, vitaler geklungen als unter Cathy Kriers gelenkigen Händen? Hat ihre Schönheit jemals reiner geleuchtet als in den Interpretationen dieser außerordentlichen Pianistin?
Ligetis Werke laden zu pompösem Tastenzauber ein - Cathy Krier steuert entgegen mit Delikatesse, Genauigkeit und werkdienender Musikalität. Allesamt Referenzaufnahmen - ein Muss!
Wiener Zeitung, 18.09.2014 

Spiegelungen der Form und der Seele
(...) "Auch auf ihrem dritten Album meidet die junge Luxemburger Pianistin Cathy Krier ausgetretene Pfade und deckt ungewöhnliche Beziehungen auf zwischen dem raffinierten französischen Barockmeister und dem revolutionären ungarischen Avantgardisten (...).
Doch Krier dringt auch hier mit großer intellektueller und emotionaler Sensibilität hinter der Fassade des rein Konstruktiven und enthüllt die dahinter lauernden Psychogramme. Die heile Idylle des Versailler Spätbarock spiegelt sich in den Ängsten des modernen Menschen, und so wird das eine duch das andere überzeugend erklärt. Wenn nach Ligetis Seelenfuror die Musik dann wieder erwacht und sich in den sanften Basslinien von Rameaus geordneter Natur wiederfindet, dann klingt das wie ein tröstlicher Gruß aus längst verlorenen Zeiten - wie purer Seelenbalsam.
Dass Cathy Krier für beide Sphären einen großen Steinway verwendet, ist gleichermaßen überraschend und einleuchtend: Das wunderbar dunkel  timbrierte Instrument und ihr glasklares, fokussiertes Spiel verleihen dem zweifachen Zeitsprung eine geradezu unheimliche innere Stringenz und Geschlossenheit: Die Pianistin verzaubert durch Intelligenz."
Stereoplay, Oktober 2014

"Zur Hälfte alt, zur Hälfte neu: Die luxemburgische Pianistin Cathy Krier kombiniert auf geistreiche Weise Cembalowerke von Rameau mit „Musica Ricercata“, einer Stückesammlung des jungen György Ligeti, die noch deutlich unter dem Einfluss von Bartók steht, aber mit ihren konzeptualistischen Ideen und musikliterarischen Anleihen schon manche Eigenheiten des reifen Komponisten anklingen lässt. Die elegante Leichtigkeit des Spiels und die anschlagstechnischen Feinheiten, die schon Rameau zu einem Hörvergnügen machen, kommen auch Ligetis Frühwerk zugute. Dass diese eher lapidar daherkommenden Stücke einmal auf so erfrischend lebendige Weise gespielt würden, hätte sich vermutlich nicht einmal der Komponist selbst gedacht." (...)
neue musikzeitung, 15.09.2014  


LEOŠ JANÁČEK - The Piano

CD1
Auf verwachsenem Pfade (1900-1911)
Serie I

1 Unsere Abende
2 Ein verwehtes Blatt
3 Kommt mit!
4 Die Friedeker Mutter Gottes
5 Sie schwatzten wie die Schwalben
6 Es stockt das Wort
7 Gute Nacht!
8 So namenlos bange
9  In Tränen
10 Das Käuzchen ist nicht fortgeflogen!
Serie II
11 Andante
12 Allegretto
Paralipomena
13 Più mosso
14 Allegro
15 Vivo
16 Ej, danaj! (1892
Mährische Tänze (1888-1889)
17 Pilky
18 Konopě (Coufavá)
19 Kožušek (Křížový)
20 Kukačka
21 Starodávný
22 Tetka (Škrk)
23 Koryčanský
24 Srňátko
25 Troják (lašský)
26 Celadenský
27 Zdenkas Variationen (1880)

CD2
Klaviersonate „1. X. 1905“
1 Die Ahnung
Con moto
2 Der Tod
Adagio
Im Nebel (1912)
3 Andante
4 Molto adagio
5 Andantino
6 Presto
Miniatures (1877 - 1927)
7 Rondo (1877)
8 Zum Andenken (1886)
9 Meiner Olga (1896)
10 Geboren ist Herr Jesus Christ (1909)
11 Moderato (1911)
12 Wiegenlied (1920)
13 Melodie (1923
14 Ohne Titel (1924)
15 Kleinseiten-Palais (1927)
16 Eine Erinnerung (1928)
Album für Kamila Stösslová (1927-1928)

17 Nur blindes Schicksal? 11.12.1927
18 Damit man nie zurück könnte 12.2.1928
19 Ich erwarte Dich! 5.8.1928
20 Der goldene Ring 8.8.1928
21 Mährische Volkslieder (1922)

Cathy Krier, Klavier

Label: CAvi Music   
Bestellnummer: Avi-music 42 60085532902
Vertrieb: Harmonia Mundi
Format: 2 CDs
Veröffentlichung (D/Ö): 14. Juni 2013

  

 

Blick fürs Wesentliche
"Cathy Krier gibt einen glasklaren, durchdringenden Blick auf das pianistische Œuvre Leoš Janáčeks frei. (...)
Bereits hier geht Krier den kleinformatigen Konturen präzise nach und arbeitet die buchstäblich vielschichtig ‚verwachsenen‘ Klangwelten zwischen harmonischen Gratwanderungen, abrupten Gefühlsausbrüchen, melancholischer Lyrik und programmatischen Aspekten (etwa das Flattern in 'Das Käuzchen ist nicht fortgeflogen') gekonnt heraus. Auch in den Stücken 'Madonna', 'Es stockt das Wort' oder 'Gute Nacht' des ersten Bands, im zweiten beispielsweise im 'Andante', kann man sich der atmosphärisch dichten Intensität ihres Spiels nicht entziehen."
klassik.com, 30.08.2015 

Unsere Lieblingsmusik
"Die junge Luxemburgerin besitzt alles, was man braucht, um Janáceks schroffe, sperrige Musik zum Klingen zu bringen: Technik, und gestalterische Fantasie." (Uwe Schweikert)
Stuttgarter Zeitung, 07.12.2013


Kontrastreich
 
(...) "Cathy Kriers Verdienst ist es, die Musik Janaceks intelligent erfasst und gefühlvoll umgesetzt zu haben, kontrastreich, von melancholisch bis hoch dramatisch, mit einer faszinierenden Farbpalette und einem reichen Innenleben. So gelang ihr eine der beeindruckendsten Janacek-Aufnahmen, ein Album, das viele weitaus bekanntere Namen weit hinter sich lässt."
pizzicato, Oktober 2013


(...) "Cathy Krier trifft mit erstaunlichem stilistischem Feingefühl die so schwierige Balance von Strenge und Empfindsamkeit, von konsonantischer Härte und zärtlichster Intimität, von schroffer Wahrheit und melancholischer Wehmut, aber alles ganz geradlinig, unsentimental, lakonisch. Cahty Krier hat hier auf Anhieb völlig neue Türen geöffnet zu einer durch schwere Schlösser geschützten Seelenlandschaft, deren Authentizität, deren innerer Reichtum, deren Humanität hier wirklich offenkundig werden."
Musik & Theater, September 2013

"prädikat hochrangig"
Zeitung für Kunst & Literatur  & Musik, September 2013

"Janáčeks Klaviermusik ist fürwahr keine leichte Kost, und nur wenige Pianisten drangen zum Kern seiner abweisend elementaren Musiksprache vor. (...)
Sie hat dabei diese „erratischen Blöcke“ mit hoher gestalterischer Intelligenz regelrecht aufgebrochen, zum Sprechen, zum Leben gebracht, ohne etwas zu beschönigen. Cathy Krier trifft mit erstaunlichem stilistischem Feingefühl die so schwierige Balance von Strenge und Empfindsamkeit, von „konsonantischer“ Härte und zärtlichster Intimität, von schroffer Wahrheit und melancholischer Wehmut, aber alles ganz geradlinig, unsentimental, lakonisch. „Ich dringe mit der Wahrheit durch“, sagte Janáček, und Krier trifft vor allem in der politischen „Sonate 1.X.1905“ diese rigorose Moral, diesen ungeschminkten Realismus, diese Anklage in Tönen. Sie öffnet auf Anhieb neue Türen zu einer durch schwere Schlösser geschützten Seelenlandschaft und führt uns zu ihren inneren Reichtümern." 
Crescendo, 05.09.2013 

 
(...) "Es ist eine pianistisch durchgehend hochrangige, dabei ausgeprochen klangschöne, ausgewogene und in sich stimmige Realisierung geworden."
FONO FORUM, September 2013

Eine junge Pianistin auf Entdeckungsreise in Janáceks Klavier-Kosmos
(...) "Jede Frage nach pianistischer Technik verschwindet hinter dem Drang nach Ausdruck, hinter der Suche Wahrheit. Packend."
Coburger Tageblatt, 20.08.2013

Janáceks Schätze für Klavier
"Zu den interessantesten Neuerscheinungen ihrer Art gehört ein Doppelalbum der jungen luxemburgischen Pianistin Cathy Krier mit den wichtigsten Klavierwerken des mährischen Komponisten Leoš Janácek. Denn Krier hat nicht nur bekanntere Werke des Komponisten erstklassig dargestellt, sondern auch die ungewohnt charmanten „Mährischen Tänze“ aus der Frühzeit aufgenommen; Werke, die sich deutlich von den meist wesentlich später entstandenen Hauptwerken unterscheiden. (...)
Auch die ganz späten Werke, wie etwa das „Album für Kamila Stösslova“, Janáceks später Muse, oder die „Nebel“-Sammlung, erfahren durch Krier eine, gemessen am Alter der Musikerin, ungewöhnliche Tiefe, ohne die Musik zu ergrübeln. Insgesamt eine Fundgrube für Freunde der Klaviermusik, die die vielen interessanten und überraschenden Seiten des Komponisten kennenlernen wollen."
Neue Osnabrücker Zeitung, 13.08.2013

Dem Elementaren auf der Spur
(...) "Cathy Krier ist auch eine überwältigende Pianistin - und wenn jemand für die Debüt-CD Scarlatti und Dutilleux auswählt und für die soeben erschienene zweite das Klavierwerk von Leos Janacek, dann ist das mehr als beachtenswert. Zumal die 28-jährige Luxemburgerin, ich sage das im Bewusstsein, dass Superlative immer gefährlich sind, beste Einspielung des Janacek’schen Klavierouvres hinlegt, die derzeit auf dem Markt ist. Cathy Krier begreift, dass Janacek auf der tschechischen Volksmusik aufbaut, aber kein Folklorist, sondern in dem Sinn tschechisch ist wie Debussy französisch oder Wagner deutsch. Die elementaren Ströme von Emotion und Kraft ziehen die Pianistin denn auch wesentlich stärker an als die ohnedies stark transformierten Volksmusikelemente.Und so erstehen Janaceks Werke als eine tragende Säule der Musik des 20. Jahrhunderts: Herb, expressionistisch angehaucht, voller Ecken und Kanten: Werke und nterpretationen, die ein genaues Zuhören erzwingen. Besser geht’s nicht."
Wiener Zeitung, 23.07.2013 
 

(...) "Die Doppel-CD zeigt das ganze Spektrum Janaceks Klavierwerks. Es ist quasi eine Gesamteinspielung, Cathy Krier hat nur einige Übungsstücke ausgelassen. Es ist eine überzeugende Aufnahme, die besonders dann in den Bann zieht, wenn Janaceks Ton ins Sphärische abhebt, so wie in seinem impressionistischen Werk „Im Nebel“.
Wie fern ist diese Musik von Smetana oder Dvořák! Ein ganz eigener Kopf, ein ganz eigener Stil, und ein ganz eigener Charakter, dem Cathy Krier hier feinfühlig nachspürt." (...)
WDR 3 TonArt, 17.07.2013

(...) "Das macht sie so poetisch. Das macht sie so rätselhaft. Das macht ihre Schönheit so unmittelbar, wenn man sie zum Tönen zu bringen vermag. Wie Cathy Krier, Jahrgang 1985, vielfach preisgekrönt und eine junge Pianistin von außergewöhnlicher gestalterischer Ernsthaftigkeit. Die stellt sie in ihrem Doppelalbum mt dem schlichten Titel "Leos Janácek. The Piano" ganz in den Dienst des pianistischen Gesamtwerks des noblen Böhmen. Ganz selbstverständlich klingt ihr Klavierspiel, sensibel one pianistische Effekte gleichsam nach innen gekehrt. Und sehr natürlich und plastisch aufgenommen." (...)
Leipziger Volkszeitung, 06.07.2013


(...) "Die junge Luxemburgerin besitzt ein genaues Gespür für den Miniatur-Charakter dieser Musik, die plötzlichen Wechsel und Umschwünge. Sie schafft kluge Verbindungen und macht so aus kleinen Motiven große szenische Räume. Das "In Tränen" aus "Auf verwachsenem Pfade" gelingt ihr gesanglich und, wichtiger noch, ohne Triefträne im Auge oder in den Fingern.
Krier berührt den Hörer mit schlichten melancholischen Melodien und - an anderen Stellen - mit erregtem, dramatisch aufgeladenem Spiel. Dabei rückt die Pianistin Janáček in die Nähe des französischen Impressionismus, ohne dabei munter das Pedal zu drücken und diese Musik zu verwässern - ebenfalls ein klares Indiz für die Qualität dieser Aufnahme. So wie Janáček sich um eine eigene Sprachmelodie mühte, gelingt Krier deren Umsetzung erstaunlich mühelos und mit beeindruckenden Farbreichtum.
NDR Kultur, 03.07.2013 


(...) "Da erklingt ungewohnt poetische Musik, mitreißend und voll zurückhaltender Leidenschaft, düster und plötzlich geradezu vergnügt, introvertiert und lebensfroh zugleich. Eine berührend
schöne Aufnahme, mit der Krier den Reichtum jeder einzelnen Miniatur freilegt."
Falter, 03.07.2013


SCARLATTI . HAYDN . CHOPIN . MÜLLENBACH . DUTILLEUX

D. Scarlatti
Klaviersonaten K. 31 & K. 124
Haydn
Variationen H17 Nr. 6
Chopin
Nocturnes Nr. 9 & 10;Barcarolle op. 60
Müllenbach 
Nicht Music for solo piano
Dutilleux
Klaviersonate (1947)

Cathy Krier, Klavier

Label: CAvi
Bestellnummer: 4260085531370
Format: CD
Erscheinungstermin: 2.8.2010

Hörbeispiel 



Monika Csampai
Ferchenbachstraße 7
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