Presse und Rezensionen Cathy Krier

Meisterin der Moderne
(...) "Vorliegend erweitert sie den Horizont in Richtung Moderne noch beträchtlich: Beginnend mit den düsteren, in sich gekehrten Sphären von Liszts 'Nuages Gris' und 'Unstern! – Sinistre', versenkt sie sich mit bemerkenswertem Tiefgang in die eigentümlichen Klangwelten dieser immer wieder rätselhaft anmutenden Stücke. Überzeugend gelingt es ihr, die statisch-introvertierten Passagen in sich ruhen und die von ihnen ausgehenden Zustände fast esoterisch wirkender Meditation intensiv auf den Hörer wirken zu lassen.
Mit dem nächsten Schritt begibt Krier sich ins Reich der Zwölftonmusik: Alban Bergs Sonate op. 1 spielt sie mit geschliffener Diktion, die eine spontane Flexibilität zwischen kantiger Schroffheit und weich geformten lyrischen Linien auszeichnet. (...)
Eine echte Rarität präsentiert Krier schließlich mit Bernd Alois Zimmermanns (1918-1971) Zyklen 'Enchiridion – Kleine Stücke für Klavier, Teil I' (1949) sowie dem korrespondierenden zweiten, mit dem Titel 'Exerzitien' (1952) überschriebenen Teil. Die Vielgestaltigkeit dieser teils stilistisch-formal geprägten, teils programmatisch angehauchten Petitessen bringt Krier mit hoher Anschlagspräzision und agogischer Elastizität auf den Punkt. In raschen Nummern wie dem 'Rondino' und der 'Toccata' aus der ersten Sammlung oder dem 'Ostinato' aus der zweiten mit seinen dicht gedrängten Tonrepetitionen kommen im starken, wirkungsvoll dargestellten Kontrast zur zeitweise fast völligen, spannungsreich nachempfundenen Stille in 'Matutin' oder dem 'Intermezzo' auch ihre beachtlichen technischen Fähigkeiten zum Ausdruck." (...)
Klassik.com, 25.03.2016 

"Es gehört viel geistige und manuelle Kraft dazu, Schuberts virtuose "Wandererfantasie" so locker und leicht, und dennoch so spannend und narrativ zu gestalten wie dies der Luxmburger Pianistin Cathy Krier bei ihrem "Rising Stars"-Debüt in der Kölner Philharmonie gelungen ist. Das oft zum Hamerwerk degradierte Bravourstück war nicht das einzige Werk, Kriers Kardinaltugend des unverkrampften, lyrisch dominierten und technisch souveränen Zugriffs ins Licht zu rücken.(...)
...kündeten vom Rang einer Künstlerin, deren Stern schon längst aufgegangen ist."
Kölner Stadt-Anzeiger, 22.03.2016

(...) "Das oft zum Hammerwerk degradierte Bravourstück war nicht das einzige Werk, Kriers Kardinaltugend des unverkrampften, lyrisch dominierten und technisch souveränen Zugriffs ins Licht zu rücken. Auch Alban Bergs Sonate, op. 1. die Stimmungs- und Seelenbilder von Leos Janaceks Zyklus "Auf verwachsenem Pfade" und die eklektizistisch-hübsche, der Künstlerin gewidmete "Toccata capricciosa" von Wolfgang Rihm kündeten vom Rang einer Künstlerin, deren Stern schon längst aufgegangen ist."
Kölner Stadt-Anzeiger, 22.03.2016

Mehr Mut, weniger Routine

(...) Wer da nach zwei Stunden heimfuhr, wollte mehr wissen, mehr hören, war angefixt, vielleicht sogar beseelt. So müssen Konzerte sein. Zumindest immer mal wieder. Routine gibt's im Leben schon genug."
Hamburger Abendblatt, 30./31.01.2016

(...) "Auf der neuen CD spielt Krier die Klaviersonate op.1 von Alban Berg geheimnisvoll, räselhaft, aber auch voller dramatischer Steigerungen. Arnold Schönbergs Klavierstücken op.11 gewinnt sie eine mitreißende Kantabilität und eine zuweilen schwebende Leichtigkeit ab."(...)
Piano News, Januar 2016

Empfehlung des Monats
Unverkrampft und selbstverständlich öffnet Cathy Krier hier die Klavierwelten des 20. Jahrhunderts. (...)
Die Pianistin führt diese mitunter sperrige und abweisende Musik mit glühender Intensität auf, wobei sie über ein unglaubliches Farbspektrum verfügt: Zarte Klanggespinste weiß sie ebenso zu erzeugen wie eine machtvoll gemeißelte Forte-Attacke." (...)
Fono Forum, Dezember 2015

Bildergebnis für stereo Audiophiles HighlightAudiophiles Highlight des Monats 
(...) "Die Pianistin führt diese mitunter sperrige und abweisende Musik mit glühender Intensität auf, wobei sie über ein unglaubliches Farbspektrum verfügt: Zarte Klanggespinste weiß sie ebenso zu erzeugen wie eine machtvoll gemeißelte Forte-Attacke. Dieses spannende Recital wird konzeptionell sinnvoll mit zwei späten Stücken von Franz Liszt abgerundet."
STEREO, Dezember 2015

In den Startlöchern
Auch für die aktuelle Spielzeit haben die mitglieder dr European Concert Hall Organisation viel versprechende Nacwuchskünstler nominiert, die auf große Europatournee gehen.

Während sich die meisten jüngeren Pianisten auf das romantische Klavierrepertoire stürzen, hegt Cathy Krier eine besondere Vorliebe für die Moderne. (...)
Auf ihrer dritten CD hat Cathy Krier ein Niveau erreicht, das zum Vergleich mit Referenzeinspielungen berechtigt. lautete das Urteil unseres Redakteurs". (...)
Fono Forum, Oktober 2015

(...) "Die Sonate Alban Bergs, die drei Klavierstücke op. 11 von Schönberg, Geburt der Atonalität, kann die aus Luxemburg stammende Künstlerin unverblümt mit Klangopulenz ausstaffieren.
Komplexität wirkt nie abweisend, bietet Reize konstruktiver Fantasie." (...)
Süddeutsche Zeitung, 20.10.2015

Nichts für Feiglinge
(...) "Über die Aufnahme kann man sich nur mit Begeisterung äußern. Cathy Krier gelingt es hervorragend, Liszts Modernität aufblitzen zu lassen und im Gegenzug Bergs op. 1 noch spätromantische Klänge deutlich zumachen. Spannend auch die drei kondensierten Klavierstücke von Schönberg, die von Cathy Kriers ebenso subtilem wie analytisch geprägtem Anschlag profitieren.(...)
Eine musikalisch ebenso hochwertige wie außergewöhnliche Aufnahme, die den Hörer während 70 Minuten herausfordert. Also nichts für musikalische Feiglinge!"
Coburger Tageblatt, 17.10.2015

Klavierreise ins 20. Jahrhunderte
(...) "Auch mit ihrer neuen CD überzeugt die Luxemburgerin - nicht zuletzt durch die Zusammenstellung: Alban Bergs brüchig gewordene Romantik der Klaviersonate op.1 führt Krier weiter über die Hyperexpressivität von Arnold Schönbergs Klavierstücken op.11, dann zum "Enchiridion"-Zyklus, in dem Bernd Alois Zimmermann an der Grenze zwischen rhythmisch vitalem Neoklassizismus und konstruktiven Tendenzen steht. Rückblende zu Schönberg und seinen Versuch, im Opus 33 durch die Zwölftontechnik neue Ausdrucksbereiche zu erschließen. Und dann die Suche nach dem Ausgangspunkt dieser Entwicklungen: "Nuages Gris" und "Unstern" von Franz Liszt.
Was Krier technisch vermag, wäre schon für sich genommen bewunderungswürdig. Aber erst, wie sie den Nervensträngen dieser Musik nachspürt, macht sie zu der bedeutenden Interpretin, als die sie zu gelten hat. Sensationell und unbedingt hörenswert!"
Wiener Zeitung, 13.10.2015 

Mitreißend intelligent
"Vor dieser Frau muss man den einfach den Hut ziehen! (...)
Im selbstverfassten Booklet erklärt sie den Hintersinn, nämlich die Entwicklung der atonalen Musik hörbar nachzuvollziehen. Verblüffenderweise ist das Ergebnis keine trockende Musikwissenschaftsstunde, sondern eine mitreißende Expedition, die nicht zuletzt von der klangsinnlichen und technisch makellosen Interpretation lebt. (...)
Gehen Sie, hören Sie selber!"
Crescendo, Oktober/November 2015

Ein anspruchsvolles Programm, intelligent und raffiniert gespielt
(...) "Neben der Originalität der Werkauswahl ist Cathy Kriers Klavierspiel, wie erwartet, hervorragend. Es ist reich an Sensibilität, an Kontrast zwischen Spontaneität und Ruhe, sowie auch von großer Dynamik geprägt. Der Hörer spürt die Affinität der jungen Luxemburgerin zu diesen ungewöhnlichen Werken und im allgemeinen zur Musik des 20. Jahrhunderts. Sie versteht es perfekt, die Atmosphäre dieser ganz besonderen harmonischen Klangwelt zu vermitteln. So entstand eine CD, für die man sich Zeit nehmen muss, um das ganze Raffinement der Interpretationen zu erfahren, und die in jedem Fall ein Must für anspruchsvollere Zuhörer ist."
pizzicato, 30.09.2015 

ICH MÖCHTE ICH SEIN

Zu Gast bei der Luxemburger Pianistin Cathy Krier

Cathy Krier ist ein "aufsteigender Stern": Die Philharmonie Luxemburg hat die junge Pianistin erfolgreich für die Nachwuchskünstler-Reihe "Rising Stars" der European Concert Hall Organisation (Echo), einem Zusammenschluss von Konzerthäusern Europas nominiert. In dieser Saison wird die Luxemburgerin ihr Rising-Star-Programm in 17 europäischen Konzertsälen spielen. glanzvoll hat die 30-jährige in ihrem Appartement im Luxemburger Stadtteil Hollerich getroffen.

Das  gesamte Interview von Ariane Arndt-Jacobs mit Cathy Krier im Magazin glanzvoll   (Ausgabe Herbst 2015) finden Sie hier.

 


Barockmeister trifft Klassiker der Moderne
(...) "Darf man Cembalo-Musik des französischen Barock-Meisters Jean-Philippe Rameau auf dem modernen Konzertflügel spielen? Man darf - wenn man es so überzeugend kann wie die junge luxemburgische Pianistin Cathy Krier.
Denn mit verblüffender Selbstverständlichkeit dringt sie in ihrer Aufnahme zum Kern dieser fast drei Jahrhunderte alten Musik vor. Sie befreit die Werke aus Klang-Kleidern, die ihr scheinbar doch so perfekt passen und lässt hörbar werden, wie sich die Verbindung von Klangfarbe und Struktur, die Rameau einst mit den Registriermöglichkeiten des Cembalos erzielte, auf dem Klavier völlig zeitlos entfalten.
Mehr noch: Die Wahl des Klaviers ermöglicht Cathy Krier die Kombination von Cembalo-Werke Jean-Philipp Rameaus mit Klaviermusik eines Klassikers der Moderne: György Ligeti. Diese Koppelung klingt zunächst nach provokantem Kontrast und wird doch zum spannenden Dialog, bei dem sich die Werke Rameaus und Ligetis wechselseitig erhellen. (...)
Cathy Krier ist eine Pianistin mit ungewöhnlichen Repertoire-Vorlieben. Nach ihrer viel beachteten Doppel-CD mit sämtlichen Klavierwerken von Leos Janácek präsentiert sie sich auch in dieser Aufnahme als Künstlerin, der es nicht um die Zurschaustellung virtuoser Brillanz geht. Ihre technische Souveränität stellt Cathy Krier jederzeit in den Dienst der Gestaltung. So gelingt es ihr, Rameaus Musik ebenso farbenreich wie klar in den Konturen zu interpretieren.
Und bei Ligeti beeindruckt, wie sie die strenge Konstruktion der Kompositionen ganz selbstverständlich mit musikantischem Schwung zu verbinden weiß. Bemerkenswert. (...)
Coburger Tageblatt, 23.01.2015 

"Eine ganz andere, eigene Rameau-Baustelle hat sich die luxemburgische Pianistin Cathy Krier aufgetan. Sie spielte einige der Piècen Rameaus auf dem modernen Flügel ein, mit kantablem Ton, leichtem Anschlag und sogar federfein dosierter Agogik..."
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.12.2014

(...) "Den Zyklus "Musica Ricercata" von György Ligeti versteht Cathy Krier als - so die wörtliche Übersetzung- Suche oder gar Experiment, sich eigener Rhetorik zu vergewissern. Insofern ist dieser Impetus stets präsent, wenn plötzlich moderne Grooves oder weicher Boogie aufkommen. Grelle Kontraste bleiben allerdings im metallischen Rubato und perkussiven Sostenuto nicht ausgeschlossen. Gerade mit diesen internen Juxtapositionen zeigt sich bei Ligeti eine Zeitbrücke zurück zum Barock, denn Rameau hat in seinem Stil Ähnliches versucht. Deshalb ergibt das exquisite Programm von Cathy Krier einen klangästhetischen Hör-Sinn, von dem man sich vereinnahmen lassen sollte."
PianoNews, November/Dezember 2014

Himmelhoch jauchzend und nie zu Tode betrübt
(...) "Krier gestaltet mit ihrem glasklaren und zugleich gefühlvollen Spiel wunderbare Dialoge zweier Komponisten, die einander näher sind, als man denkt."
Falter, 26.11.2014

Cathy Kriers zweiter Geniestreich  
(...) "Dabei begnügt sich die luxemburgische Pianistin nicht mit dem gängigen Repertoire. Sie spielt von Jean-Philippe Rameau die ‘Suite en sol’, Auszüge aus den ‘Pièces de claveçin en concerts’ und ‘La Dauphine’ in den Fassungen für Klavier. Das ist hoch interessant, weil die Werke auf dem modernen Instrument eine ganz andere Klangfarbe und Dynamik erhalten. Die Lieblichkeit des Cembalos weicht der Expressivität und Ernsthaftigkeit des Klaviers und lässt den Hörer ahnen, zu welchen Resultaten Rameau hätte gelangen können, wenn er einen Flügel zur Verfügung gehabt hätte. Aber damit nicht genug. Cathy Kriers Interpretationen blicken, wie schon bei Janacek, hinter die Musik und zeigen sich gleichzeitig sehr musikantisch und tänzerisch. Oberflächlichkeit wird zu Gunsten reflektierter und ausgewogener Interpretationen vermieden, so dass dieser Rameau zweifellos Referenzcharakter besitzt. (...)
So ist es interessant zu bemerken, wie nahtlos sich eigentlich beide Komponisten auf dieser CD ergänzen, ohne, dass man beim Hören das Gefühl hat, einen Sprung von 200 Jahren Musikgeschichte und -entwicklung zu machen. Auch hier spielt Cathy Krier mit einer wundervollen Technik und einem natürlichen Atem, wodurch Ligetis Musik sehr transparent und fließend daherkommt. Eine ebenso wertvolle wie musikalisch hochwertige CD einer bemerkenswerten und hoch intelligenten Pianistin."
pizzicato, 01.10.2014 

Spiegelungen der Form und der Seele
(...) "Auch auf ihrem dritten Album meidet die junge Luxemburger Pianistin Cathy Krier ausgetretene Pfade und deckt ungewöhnliche Beziehungen auf zwischen dem raffinierten französischen Barockmeister und dem revolutionären ungarischen Avantgardisten (...).
Doch Krier dringt auch hier mit großer intellektueller und emotionaler Sensibilität hinter der Fassade des rein Konstruktiven und enthüllt die dahinter lauernden Psychogramme. Die heile Idylle des Versailler Spätbarock spiegelt sich in den Ängsten des modernen Menschen, und so wird das eine duch das andere überzeugend erklärt. Wenn nach Ligetis Seelenfuror die Musik dann wieder erwacht und sich in den sanften Basslinien von Rameaus geordneter Natur wiederfindet, dann klingt das wie ein tröstlicher Gruß aus längst verlorenen Zeiten - wie purer Seelenbalsam.
Dass Cathy Krier für beide Sphären einen großen Steinway verwendet, ist gleichermaßen überraschend und einleuchtend: Das wunderbar dunkel  timbrierte Instrument und ihr glasklares, fokussiertes Spiel verleihen dem zweifachen Zeitsprung eine geradezu unheimliche innere Stringenz und Geschlossenheit: Die Pianistin verzaubert durch Intelligenz."
Stereoplay, Oktober 2014

Zu Gast im TonArt-Studio von WDR 3  am 26.09.2014
Mit 14 Jahren gehörte Cathy Krier schon zur Meisterklasse von Pavel Gililov. Ein Jahr später spielte sie mit dem Latvian Philharmonic Chamber Orchestra Beethovens 4. Klavierkonzert. Mittlerweile hat Cathy Krier 3 CDs herausgebracht.
Auf ihrer jüngsten CD befinden sich Werke von Rameau und Ligeti. Aus diesem Programm spielt sie live bei WDR 3 TonArt. Außerdem erzählt sie von ihrer anstehenden Zusammenarbeit mit dem Komponisten Wolfgang Rihm.
Live-Musik hören 


Es gibt noch wahre Pianisten!
(...) "Die zweite CD der 29-jährigen Luxemburgerin ist ähnlich ungewöhnlich und nicht minder begeisternd.
Sie kombiniert Werke von Jean-Philippe Rameau mit György Ligetis früher, an Bela Bartók und (das hat die Krier glänzend herausgehört) dem Barock geschulter "Musica Ricercata". Verwegen? Vielleicht. Nicht zuletzt in Hinsicht darauf, dass Alte-Musik-Puristen bei den Rameau-Stücken nach einem Cembalo rufen werden. Sollen sie doch! Denn Hand aufs Herz: Hat diese Musik jemals färbiger, vitaler geklungen als unter Cathy Kriers gelenkigen Händen? Hat ihre Schönheit jemals reiner geleuchtet als in den Interpretationen dieser außerordentlichen Pianistin?
Ligetis Werke laden zu pompösem Tastenzauber ein - Cathy Krier steuert entgegen mit Delikatesse, Genauigkeit und werkdienender Musikalität. Allesamt Referenzaufnahmen - ein Muss!
Wiener Zeitung, 18.09.2014 

"Zur Hälfte alt, zur Hälfte neu: Die luxemburgische Pianistin Cathy Krier kombiniert auf geistreiche Weise Cembalowerke von Rameau mit „Musica Ricercata“, einer Stückesammlung des jungen György Ligeti, die noch deutlich unter dem Einfluss von Bartók steht, aber mit ihren konzeptualistischen Ideen und musikliterarischen Anleihen schon manche Eigenheiten des reifen Komponisten anklingen lässt. Die elegante Leichtigkeit des Spiels und die anschlagstechnischen Feinheiten, die schon Rameau zu einem Hörvergnügen machen, kommen auch Ligetis Frühwerk zugute. Dass diese eher lapidar daherkommenden Stücke einmal auf so erfrischend lebendige Weise gespielt würden, hätte sich vermutlich nicht einmal der Komponist selbst gedacht." (...)
neue musikzeitung, 15.09.2014 

Die Pianistin Cathy Krier legte im vergangenen Jahr eine beeindruckende Gesamteinspielung von Janáčeks Klavierwerk vor. Wir begleiteten die Luxemburgerin zu einem besonderen Konzert nach Paris.

Die Farbe blättert von den Wänden, es riecht modrig. Die beigen Sitzkissen haben ihre beste Zeit schon hinter sich, und es wäre nicht verwunderlich, wenn hier neben den Zuschauern auch ein paar kleine Spinnen zuhörten. Das Pariser Théâtre des Bouffes du Nord könnte gut eine Filmkulisse sein. Von draußen sieht es aus wie ein unscheinbares, gewöhnliches Pariser Wohnhaus im 10. Arrondissement, nahe der schwirrenden Hektik des Gare du Nord – doch drinnen wirkt es wie aus einer anderen Zeit: ein historisches Theater aus dem 19. Jahrhundert im „shabby chic“. An diesem Konzertort mit ganz besonderem Flair spielt die luxemburgische Pianistin Cathy Krier ein Klavier-Recital.

„Ich finde das cool“, sagt Krier und schiebt ihren roten Rollkoffer Richtung Bühne. Als sie am opulenten Konzertflügel, der einen schönen Kontrast zur Kulisse bildet, die ersten Töne anschlägt, horcht sie auf: „Das ist ja eine Wahnsinns-Akustik!“ Tatsächlich: der Klang ist durchdringend und farbenreich, klingt bis in die hintersten Ecken des Theaters. Kein Wunder, dass das „Bouffes du Nord“ mittlerweile kein Geheimtipp mehr ist und hier regelmäßig große Klassik-Künstler Kammermusikkonzerte, Recitals und Liederabende veranstalten. Krier spielt hier im Rahmen eines Konzerts für die „Mission culturelle du Luxembourg en France“, also die Vertretung kultureller luxemburgischer Belange in Frankreich. Krier fühlt sich in der französischen Hauptstadt zuhause, sagt sie. Im letzten Jahr war sie „Artiste en residence“ bei der Stiftung Biermans-Lapôtre und verbrachte mehrere Wochen hier.

Diesmal hat sie nur einen Tag in Paris, schon am nächsten Morgen wird die Pianistin früh zurück nach Luxemburg fahren. Sie ist viel unterwegs momentan, und 2013 war für die 28-Jährige ein hochmusikalisches und turbulentes Jahr. Denn neben Konzerten in China, Deutschland und Frankreich hat Krier im September geheiratet. „Und das wäre fast noch gescheitert“, sagt Claude, Kriers Ehemann, und wirft seiner Frau einen heiteren Blick zu. Die lacht laut und nimmt den Faden auf: „Ja! Es spielte das Concertgebouw Orchestra mit Mariss Jansons in der Philharmonie! An unserem Hochzeitstag! Tut mir leid, dass ich darüber nachgedacht habe, dort hinzugehen. Aber es war eben Mariss Jansons!“ (...)

Das ganze Interview von Anna Novák mit Cathy Krier in Crescendo finden Sie hier.


Unsere Lieblingsmusik
"Die junge Luxemburgerin besitzt alles, was man braucht, um Janáceks schroffe, sperrige Musik zum Klingen zu bringen: Technik, und gestalterische Fantasie." (Uwe Schweikert)
Stuttgarter Zeitung, 07.12.2013


Kontrastreich
 
(...) "Cathy Kriers Verdienst ist es, die Musik Janaceks intelligent erfasst und gefühlvoll umgesetzt zu haben, kontrastreich, von melancholisch bis hoch dramatisch, mit einer faszinierenden Farbpalette und einem reichen Innenleben. So gelang ihr eine der beeindruckendsten Janacek-Aufnahmen, ein Album, das viele weitaus bekanntere Namen weit hinter sich lässt."
pizzicato, Oktober 2013

"Janáčeks Klaviermusik ist fürwahr keine leichte Kost, und nur wenige Pianisten drangen zum Kern seiner abweisend elementaren Musiksprache vor. (...)
Sie hat dabei diese „erratischen Blöcke“ mit hoher gestalterischer Intelligenz regelrecht aufgebrochen, zum Sprechen, zum Leben gebracht, ohne etwas zu beschönigen. Cathy Krier trifft mit erstaunlichem stilistischem Feingefühl die so schwierige Balance von Strenge und Empfindsamkeit, von „konsonantischer“ Härte und zärtlichster Intimität, von schroffer Wahrheit und melancholischer Wehmut, aber alles ganz geradlinig, unsentimental, lakonisch. „Ich dringe mit der Wahrheit durch“, sagte Janáček, und Krier trifft vor allem in der politischen „Sonate 1.X.1905“ diese rigorose Moral, diesen ungeschminkten Realismus, diese Anklage in Tönen. Sie öffnet auf Anhieb neue Türen zu einer durch schwere Schlösser geschützten Seelenlandschaft und führt uns zu ihren inneren Reichtümern." 
Crescendo, 05.09.2013 

(...) "Cathy Krier trifft mit erstaunlichem stilistischem Feingefühl die so schwierige Balance von Strenge und Empfindsamkeit, von konsonantischer Härte und zärtlichster Intimität, von schroffer Wahrheit und melancholischer Wehmut, aber alles ganz geradlinig, unsentimental, lakonisch. Cahty Krier hat hier auf Anhieb völlig neue Türen geöffnet zu einer durch schwere Schlösser geschützten Seelenlandschaft, deren Authentizität, deren innerer Reichtum, deren Humanität hier wirklich offenkundig werden."
Musik & Theater, September 2013

(...) "Es ist eine pianistisch durchgehend hochrangige, dabei ausgeprochen klangschöne, ausgewogene und in sich stimmige Realisierung geworden."
FONO FORUM, September 2013

"prädikat hochrangig"
Zeitung für Kunst & Literatur  & Musik, September 2013

Eine junge Pianistin auf Entdeckungsreise in Janáceks Klavier-Kosmos
(...) "Jede Frage nach pianistischer Technik verschwindet hinter dem Drang nach Ausdruck, hinter der Suche Wahrheit. Packend."
Coburger Tageblatt, 20.08.2013

Janáceks Schätze für Klavier
"Zu den interessantesten Neuerscheinungen ihrer Art gehört ein Doppelalbum der jungen luxemburgischen Pianistin Cathy Krier mit den wichtigsten Klavierwerken des mährischen Komponisten Leoš Janácek. Denn Krier hat nicht nur bekanntere Werke des Komponisten erstklassig dargestellt, sondern auch die ungewohnt charmanten „Mährischen Tänze“ aus der Frühzeit aufgenommen; Werke, die sich deutlich von den meist wesentlich später entstandenen Hauptwerken unterscheiden. (...)
Auch die ganz späten Werke, wie etwa das „Album für Kamila Stösslova“, Janáceks später Muse, oder die „Nebel“-Sammlung, erfahren durch Krier eine, gemessen am Alter der Musikerin, ungewöhnliche Tiefe, ohne die Musik zu ergrübeln. Insgesamt eine Fundgrube für Freunde der Klaviermusik, die die vielen interessanten und überraschenden Seiten des Komponisten kennenlernen wollen."
Neue Osnabrücker Zeitung, 13.08.2013

Dem Elementaren auf der Spur
(...) "Cathy Krier ist auch eine überwältigende Pianistin - und wenn jemand für die Debüt-CD Scarlatti und Dutilleux auswählt und für die soeben erschienene zweite das Klavierwerk von Leos Janacek, dann ist das mehr als beachtenswert. Zumal die 28-jährige Luxemburgerin, ich sage das im Bewusstsein, dass Superlative immer gefährlich sind, beste Einspielung des Janacek’schen Klavierouvres hinlegt, die derzeit auf dem Markt ist. Cathy Krier begreift, dass Janacek auf der tschechischen Volksmusik aufbaut, aber kein Folklorist, sondern in dem Sinn tschechisch ist wie Debussy französisch oder Wagner deutsch. Die elementaren Ströme von Emotion und Kraft ziehen die Pianistin denn auch wesentlich stärker an als die ohnedies stark transformierten Volksmusikelemente.Und so erstehen Janaceks Werke als eine tragende Säule der Musik des 20. Jahrhunderts: Herb, expressionistisch angehaucht, voller Ecken und Kanten: Werke und nterpretationen, die ein genaues Zuhören erzwingen. Besser geht’s nicht."
Wiener Zeitung, 23.07.2013 

(...) "Die Doppel-CD zeigt das ganze Spektrum Janaceks Klavierwerks. Es ist quasi eine Gesamteinspielung, Cathy Krier hat nur einige Übungsstücke ausgelassen. Es ist eine überzeugende Aufnahme, die besonders dann in den Bann zieht, wenn Janaceks Ton ins Sphärische abhebt, so wie in seinem impressionistischen Werk „Im Nebel“.
Wie fern ist diese Musik von Smetana oder Dvořák! Ein ganz eigener Kopf, ein ganz eigener Stil, und ein ganz eigener Charakter, dem Cathy Krier hier feinfühlig nachspürt." (...)
WDR 3 TonArt, 17.07.2013

(...) "Das macht sie so poetisch. Das macht sie so rätselhaft. Das macht ihre Schönheit so unmittelbar, wenn man sie zum Tönen zu bringen vermag. Wie Cathy Krier, Jahrgang 1985, vielfach preisgekrönt und eine junge Pianistin von außergewöhnlicher gestalterischer Ernsthaftigkeit. Die stellt sie in ihrem Doppelalbum mt dem schlichten Titel "Leos Janácek. The Piano" ganz in den Dienst des pianistischen Gesamtwerks des noblen Böhmen. Ganz selbstverständlich klingt ihr Klavierspiel, sensibel one pianistische Effekte gleichsam nach innen gekehrt. Und sehr natürlich und plastisch aufgenommen." (...)
Leipziger Volkszeitung, 06.07.2013

(...) "Die junge Luxemburgerin besitzt ein genaues Gespür für den Miniatur-Charakter dieser Musik, die plötzlichen Wechsel und Umschwünge. Sie schafft kluge Verbindungen und macht so aus kleinen Motiven große szenische Räume. Das "In Tränen" aus "Auf verwachsenem Pfade" gelingt ihr gesanglich und, wichtiger noch, ohne Triefträne im Auge oder in den Fingern.
Krier berührt den Hörer mit schlichten melancholischen Melodien und - an anderen Stellen - mit erregtem, dramatisch aufgeladenem Spiel. Dabei rückt die Pianistin Janáček in die Nähe des französischen Impressionismus, ohne dabei munter das Pedal zu drücken und diese Musik zu verwässern - ebenfalls ein klares Indiz für die Qualität dieser Aufnahme. So wie Janáček sich um eine eigene Sprachmelodie mühte, gelingt Krier deren Umsetzung erstaunlich mühelos und mit beeindruckenden Farbreichtum.
NDR Kultur, 03.07.2013 


(...) "Da erklingt ungewohnt poetische Musik, mitreißend und voll zurückhaltender Leidenschaft, düster und plötzlich geradezu vergnügt, introvertiert und lebensfroh zugleich. Eine berührend
schöne Aufnahme, mit der Krier den Reichtum jeder einzelnen Miniatur freilegt."
Falter, 03.07.2013

Junger Star begeistert Publikum

Die neue CD der luxemburgischen Pianistin Cathy Krier hat bei ihrer Präsentation in der Philharmonie einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Einfühlsam und intensiv ist das Spiel der Virtuosin.

"Die 28-jährige Pianistin Cathy Krier ist auf dem Weg zu Weltruhm und hat eine treue Fangemeinde. (...)
... die Atmosphäre ist entspannt, als Luxemburgs Star, Cathy Krier, die Bühne betritt.
Genau hier hatte sie das Werk eingespielt, die enge Verbindung zwischen dem großartigen Konzerthaus und seinem ersten eigenen Star wird deutlich.
Janaceks Musik, in der Extreme aufeinandertreffen, liebt Cathy seit ihrem Studium - einen singulären Komponisten, der von anderen Komponisten nie beeinflusst wurde aber auch nie Einfluss ausübte.
(...)
Die Musik ist, fernab von jeder Romantik, Ausdruck tiefer Gefühle, wunderschön, aber nicht gefühlsduselig. Das arbeitet Krier mit der zauberhaften Leichtigkeit der Virtuosin heraus. Sie spielt hochkonzentriert, mit zartem bis zupackendem Anschlag. Keine Note bei den teils abrupten Stimmungswechseln ist überflüssig, komplizierte Klanggebilde entstehen, die sich dem Zuschauer durch ihre Interpretation jedoch leicht vermitteln, mitten ins Herz treffen, Ausdruck tiefer Gefühle sind. Jeder Ton schürt die Vorfreude auf die nächste, unerwartete Wendung."
Volksfreund.de, 30.06.2013 

<< Das Elementare der Musik steht im Mittelpunkt>>- Die Pianistin Cathy Krier und ihr Janacek-Projekt

Beim deutschen Label Cavi ist ein Janacek-Album mit der luxemburgischen Pianistin Cathy Krier veröffentlicht worden. In dem folgenden Gespräch von Alain Steffen mit der jungen Pianistin ist die Rede von diesem anspruchsvollen Projekt.

Ihr Janacek-Album ist das Resultat eines ganz besonderen Projekts.

Ja, dieses Janacek-Projekt wurde von der ‘Fondation Biermans-Lapôtre’ in Zusammenarbeit mit der Luxemburger ‘Mission Culturelle’ in Frankreich in Form einer Residenz ins Leben gerufen. Diese Pariser Residenz soll es jungen luxemburgischen Künstlern ermöglichen, während drei Monaten intensiv an ihrem Projekt zu arbeiten, Networking zu betreiben und Fachleute im Rahmen dieses Projektes kennen zu lernen. Ich bin die erste Künstlerin, die an dieser ganz neuen Initiative teilnahm. Nach einem Konzert im Goethe-Institut sind die Verantwortlichen auf mich zugekommen und haben mich für diese erste Residenz nach Paris eingeladen. Und diese Einladung kam für mich gerade zum richtigen Zeitpunkt. Nach meiner ersten CD-Aufnahme waren bereits einige Jahre vergangen, und ich war dabei, Pläne für eine zweite CD zu schmieden. Mein Repertoire hatte sich in dieser Zeit weiterentwickelt und mein Wunschkomponist war schnell gefunden. Seit jeher nimmt die Musik von Leos Janacek einen besonderen Platz in meinem Herzen ein. Eine CD mit Klavierstücken von Janacek zu machen, ergibt auch Sinn, gerade eben weil sein Werk auf CD nicht überrepräsentiert ist. Was nützt es einem jungen Künstler heute noch, die x-te Aufnahme eines Debussy-Stückes oder einer Beethoven-Sonate zu machen?“

Welche besonderen Anforderungen stellen denn die Klavierstücke von Janacek an den Interpreten? Welche Charakteristika zeichnen ihn aus?


Janacek ist erst einmal ein Komponist, den man nicht so richtig einschätzen kann und der nicht den sonst üblichen Klischees entspricht. Milan Kundera bezeichnet ihn als einen ‘Meteoriten in der Geschichte der Musik’. Diese Einmaligkeit ist mir erst aber im Laufe dieses Projektes so richtig bewusst geworden. Vorher hatte ich immer eine besondere Affinität zu Janaceks Musik, warum sie mich allerdings so berührt hat, habe ich damals nie hinterfragt. Janacek wurde im Jahre 1854 geboren, vor Puccini, vor Mahler und vor Strauss, also in einer Zeit, wo die Romantik ihren Höhepunkt erreichte. Und doch ist Janaceks Musik in keiner Weise romantisch, obwohl sie von vielen Interpreten romantisiert wird. Wenn man seine Briefe liest oder die Ratschläge in Betracht zieht, die er seinen Schülern gegeben hat,  so merkt man schnell, dass Janaceks Äußerungen immer nur auf das Wesentliche in der Musik gerichtet sind. Er will keine Verschnörkelungen, keine oberflächlichen Verschönerungen; nur das Elementare der Musik steht im Mittelpunkt. Und mit dieser doch sehr modernen Haltung war Janacek seiner Zeit weit voraus. Eine Ansicht, die meinem Empfinden sehr entgegen kommt. Und ich glaube, gerade diese Haltung beim Spiel ermöglicht uns, eine ganz neue Authentizität bei Janacek zu entdecken ....

pizzicato, 27.06.2013

Das gesamte Interview finden Sie hier 


Eine unglaublich erfrischende Pianistin

Die junge Luxemburger Pianistin Cathy Krier steht am Anfang einer Weltkarriere. Diese Woche stellt sie in der Philharmonie ihre - international bereits gefeierte - neue CD mit Stücken von Leos Janacek vor. Die 28-Jährige hat spannende Ansichten über die Klassikbranche, ihre Chancen und Nebenwirkungen.


Luxemburg. Eins steht fest: Die Frau hat Humor. "Wer übt, betrügt", gibt sie als ihr Lieblingszitat aus der Musikgeschichte an. Ausgerechnet jener der Klavier-Legende Walter Gieseking zugeschriebene Spruch, der Generationen unwilliger Schüler als willkommene Ausrede für mangelnden Trainingsfleiß diente.

Mit 14 in die Meisterklasse
Wer, wie die junge Luxemburgerin, mit fünf Jahren das Klavierspiel am Konservatorium gelernt hat, mit 14 in einer Meisterklasse der Musikhochschule Köln angenommen wurde, mit 17 das Echternach-Festival bezauberte, mit 20 die Philharmonie auf dem Kirchberg eröffnen durfte und mit 23 die erste CD herausbrachte - der wird schwerlich ohne heftiges Üben ausgekommen sein. "Stimmt", sagt Cathy Krier, sie übe auch heute noch täglich. Aber der Spruch habe ihr trotzdem gefallen. Dass auf ihrer neuen CD die selten eingespielten Klavierwerke von Leos Janacek zu hören sind, ist kein Ausdruck geschickten Markt-Kalküls. Sie habe sich, erzählt die Pianistin, schon zu Kölner Studienzeiten in die Musik des tschechischen Komponisten verliebt, "weil sie so schön unromantisch war". Was die CD eindrucksvoll dokumentiert: Krier bringt die spröde Schönheit von Janaceks Klängen zum Leuchten, arbeitet das Schörkellose, Raue heraus, kostet die abrupten Stimmungswechsel aus. Kein Wunder, dass "Leos Janacek - The Piano" beim renommierten Sender Radiofrance als "coup de coeur" gelistet wurde, zu Deutsch: als besonders herzliche Empfehlung. "Krier verbindet Virtuosität, Sensibilität und Sinnlichkeit", schwärmt Starkritikerin Emilie Munera.
Das klingt nach einer Eintrittskarte in den umkämpften Markt der internationalen Instrumentalsolisten. Es ist schon schwer genug, sich auf Dauer überhaupt im Profigeschäft zu halten - aber die Riege der echten Stars ist noch einmal wesentlich kleiner. Doch Krier will nicht um jeden Preis in den Pianisten-Olymp, will einfach nur "so lange wie möglich so ernsthaft wie möglich musizieren". Ihre Devise: "Was kommt, kommt". (...)

In Luxemburg und der Großregion kann sich der aufgehende Stern über mangelnde Wertschätzung nicht beklagen. Die Philharmonie fördert Krier seit Jahren - es ist kein Zufall, dass die neue CD im dortigen Kammermusiksaal aufgenommen wurde. Dass sie nach fast einem Jahrzehnt in die Heimat zurückkehrte, liegt auch an der "unglaublichen Entwicklung", die sie bei der hiesigen Kulturszene festgestellt hat. Und auch Trier hat einen bescheidenen Anteil am wachsenden Erfolg von Cathy Krier: Dort residiert ihr "Klavierdoktor" Marcus Hübner.
Für Überraschungen ist die filigrane Künstlerin immer gut. So beantwortet sie etwa die Frage nach ihrem Lieblingstier mit "Nilpferd". Kein Flachs. Die Fluss-Riesen, sagt sie, hätten etwas "unglaublich Erfrischendes". Was ziemlich genau zu ihr passt.
Das Release-Konzert der CD "Janacek - The Piano" findet am Donnerstag, 27. Juni, um 18 Uhr im Kammermusiksaal der Philharmonie statt. Eintritt frei.

Volksfreund.de, 25.06.2013
Das gesamte Interview finden Sie hier 


 


Monika Csampai
Ferchenbachstraße 7
D- 80995 München

Fon: +49 (0)89 - 150 50 99
Fax: +49 (0)89 - 150 37 76