Presse Irma Issakadze

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Himmlische Goldberg-Variationen

(...) "Die junge Georgierin hält sich wenig an das straffe, sehr irdische Gerüst des Metrums, sondern spielt frei schwingend, klangschön, melodiös. Die Aria bekommt so einen schwebenden, überirdischen Charakter, eine Musik aus einer anderen Welt der reinen Schönheit: himmlische Goldberg-Variationen im Kirchenraum. (...)
Dafür ist man überwältigt von der Wucht und von dem Eigensinn dieser sonst so bescheiden auftretenden großen Künstlerin. Einer Künstlerin, die sich tief in dieses in jeder Hinsicht furchtbar schwierige Werk vertieft hat. So tief, dass ihr manchmal das Lustige, das Ironische, das Tänzelnde mancher Variation entgangen zu sein scheint. Aber daran denkt man am Ende kaum noch. Als der letzte Ton verklungen ist, gibt es im Kirchenraum wohl kaum jemanden, der nicht völlig überwältigt ist von der Größe und Intensität dieser Interpretation.
Donaukurier, 03.06.2011

Glückliches Gastspiel

(...) "Aber der Abend war zweifellos ein Hochgenuss für Musikfreunde. Denn die Wiederbegegnung mit Markus Poschner und der Pianistin Irma Issakadze entpuppte sich als purer Glücksgriff. (...)
Der besondere Stil Issakadzes trat besonders im langsamen Satz hervor: Die Georgierin ist keine Verfechterin ungezwungener, fast naiver Natürlichkeit, wie so viele Mozart-Pianisten (in der Nachfolge Artur Rubinsteins), sondern ganz im Gegenteil. Anstatt die Einleitungstakte melodiös singen zu lassen, blieb sie verhalten, feinnervig. Fast zerbrechlich drangen die Töne aus dem Flügel, Steigerungen nahm sie immer wieder implizit vor: Sie wurde nicht lauter, sondern leiser, manchmal so verhaucht, dass man die Töne im Saal kaum noch wahrnehmen konnte. Dabei entwickelte sich eine schimmernde Schönheit des Melos, eine zutiefst ergreifende Tonsprache, die vor allem eines auszeichnete: Kaum je hat man Mozart so expressiv phrasiert gehört. Ungeheuer gewitzt, mit skarlattihaft perlende Figurenwerk kam der Finalsatz des Konzerts daher. " (...)
Donaukurier, 25.06.2010

Donaukurier 4./5. Juni 2005 Musikalisches Niemandsland
Zypern wird beim Konzert der Georgier zur Nebensache

Eine überragende Interpretation gelang der zweiten Solistin des Abends, der Ingolstädter Pianistin Irma Issakadze. Extrem kurzfristig eingesprungen - nach dem Ausfall der vorgesehenen türkischstämmigen Pianistin -, begeisterte sie mit ihrer mitreißenden Wiedergabe von Haydns berühmtem D-Dur Klavierkonzert, das ursprünglich für Cembalo gedacht war. Issakadze ließ dies in ihrer Wiedergabe mit entschlossenem Nonlegato-Spiel, knappe, Pedaleinsatz und drängender Geläufigkeit durchschimmern und gestaltete die Ecksätze mit einer staunenswerten Sensibilität und Brillianz. Das Publikum feierte die ausgezeichnete Haydn-Interpretation mit lautstarkem Beifall.

Hannoversche Allgemeine 19. Mai 2003
"Zum Examen Beethovens fünf" (Klavierkonzerte)
Brillanter Marathon im Funkhaus

"...Den Einstieg lieferte die Georgierin Irma Issakadze: blitzsauber, Triller und Passagen wie Perlenketten..."

Kultur / Donau Kurier 2. Februar 1999 Unerbittlicher Rebell
Ein Geburtstagskonzert für Franz Hummel

" ...Von der Bach-Bearbeitung ging es weiter zu einem Originalwerk des Barockkomponisten: Irma Issakadze spielte mit kaum zu übertreffender Radikalität dessen 4. Partita. Die junge Pianistin hat ganz offensichtlich die asketische Deutung des kanadischen Pianisten Glenn Gould zum Vorbild genommen. Ihr Bach wirkte fast so revolutionär, so hart und kantig, analytisch und so fern von jedem oberflächlichem Ideal des Wohlklangs, wie eine Komposition von Franz Hummel. Feurig, mit markantem Anschlag erklangen die schnellen Sätze und mit einem verhalten träumerischem Gestus die Melodik der langsamen. Eine wuchtige, technisch makellos ablaufende Interpretation einer hochbegabten jungen Pianistin, von der man gerne mehr hören möchte..".
twickelte sie im letzten Allegro-Satz ein Feuerwerk pianistischer Klangkultur. Das Publikum jubelte."

Leipziger Volkszeitung
9. Dezember 1997
Bach authentisch, auch auf dem Steinway

Wettbewerb im Dilemma zwischen historischer Aufführung und modernem Instrumentariu" ...Interpretin des Abends im Kammermusiksaal war die Georgierin Irma Issakadze, die Bachs Klavierpartita BWV 828 spielte. Derartige Ausdrucksstärke, verbunden mit glasklarem Anschlag, polyphonem Spiel und atemberaubender Virtuosität verblüffte die Hörer. Da störte es niemanden, daß Bach dies nicht für den Steinway geschrieben hat."

Kultur / Donau Kurier 12. Oktober 1999

Unterhaltsames Musikmenü
Der Joseph-Haydn-Abend im Kamerariat

"Wichtiger als vielleicht alles andere ist es für einen großen Interpreten, einen spezifischen Stil zu entwickeln, eine bestimmte Klangauffassung umzusetzen oder eine eigene originelle Ästhetik zu veranschaulichen.
Diese Spezifika sind dann oft die Markenzeichen dieser Künstler: Mit Glenn Gould verbinden wir so seine fast manische Art des Stakkatos, Vladimir Horowitz verfügte über einen extrem farbigen Anschlag, Claudio Arrau zeichnete sich durch eine behäbige Agogik aus.
Das Faszinierende an der jungen Ingolstädter Pianistin Irma Issakadze ist, dass auch sie auf dem Weg zu einem ganz individuellen Klavierspiel ist. Mit Staunen konnte man dies auf dem Joseph Haydn gewidmeten Abend im Ingolstädter Kamerariat vernehmen. Dort trug sie zusammen mit dem Georgischen Kammerorchester Mozarts Klavierkonzert KV 415 vor. Irma Issakadze liebt den perlenden Anschlag, die schnellen elegant geformten Läufe. Und sie schätzt das polyphone Spiel, die unabhängig voneinander sich gleichzeitig bewegenden melodischen Figuren, die sie stets mit großer Deutlichkeit und Durchsichtigkeit ausformt.
[...] mit geradezu unübertrefflichem Reichtum an Fantasie, Temperament in der Ausformung der brillanten Läufe entwickelte sie im letzten Allegro-Satz ein Feuerwerk pianistischer Klangkultur. Das Publikum jubelte."

Foto: Marion Koell


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