Klaus-Dieter Brandt
Was diesem ohnehin schon interessanten Programm in musikalischer Hinsicht die Krone aufsetzte, das war die Suite in C-Dur BWV 1009 von Johann Sebastian Bach.
Möglich wurde es, weil mit Klaus-Dieter Brandt ein Violoncellist der allerersten Garnitur das barocke Instrument mit bestechender Virtuosität und genialer Ausdruckskraft beherrschte.
Diskographie
CELLO CONCERTOS AND SINFONIAS
Carl Friedrich Abel (1723-1787)
Cellokonzert C-Dur
Allegro maestoso
Adagio ma non troppo
Allegro
Kadenzen handschriftlich in der Originalstimme
Christian Ernst Graf (1723-1804)
Sinfonia I
Allegro
Andante
Presto
Cellokonzert D-Dur Nr. 2
Allegro
Largo
Allegretto
Sinfonia III
Allegro
Andante
Presto
Cellokonzert D-Dur Nr. 1
Allegro moderato
Adagio
Allegro
Kadenzen von K.D. Brandt
Klaus-Dieter Brandt, Violoncello
Barockorchester L'arpa festante
Label: ARS Produktion (Vertrieb: Note 1)
Bestell-Nr.: ARS 38 068
Format: SACD
Veröffentlichung: April 2010
(...) "Munich-based period ensemble L'Arpa Festante plays with sparkling precision and Brandt's performance is flawlessly purist, though just a touch of vibrato on the long, expressive notes would have been a welcoe addition." (...)
Strad Magazine, März 2011
(...) "Auf der vorliegen Aufnahme spielt Brandt für Abel und Grafs Konzert Nr. 2 ein Cello aus dem süddeutschen Raum von Sebastian Wolfram (1776), und für Grafs Konzert Nr. 1 eines des Meisters Gabriel David Buchstetter. Beide Celli wurden für die Aufnahme historisch eingerichtet und zeichnen sich durch ihr sonores, abgerundetes Klangbild aus, das keine Nasalität oder Härte aufweist, die manchmal den Darmsaiten zugesprochen wird. Brandt spielt diese Instrumente mit meisterhaft kontrollierter Technik und großer musikalischer Sensibilität. (...)
Diese Aufnahme ist eine wunderbare Ergänzung des Repertoires der Frühklassik und insbesondere zu Christian Ernst Graf, dessen Musik bisher kaum eingespielt wurde."
Fanfare, Juli 2010
Deutsche Übersetzung
(...) "Diesen frischen, gesanglichen und eleganten Duktus finden wir im Adagio des eingespielten Abel-Cellokonzerts wieder: es ist ein schwebendes, sehr ätherisches Adagio. Etwas forscher in seiner Musiksprache hingegen ist Christian Ernst Graf, und auch dies belegen "L'Arpa festante" und Klaus-Dieter Brandt auf wunderbare Weise. Orchester und Cellist spielen in sämtlichen Werken klar, transparent, bleiben leicht und geschmeidig in der Tongebung. Das Resultat ist eine dezente und dennoch alles andere als nichtssagende Musik."
pizzicato, Juni 2010
"Der Cellist Klaus-Dieter Brandt sitzt stilistisch in allen Sätteln sicher. Er verfügt nicht nur über umfassende Fertigkeiten in ästhetischer und spieltechnischer Hinsicht, sondern spürt unablässig die Besonderheiten der Streichinstrumente in Barock, Klassik und Romantik auf. Auch setzt er sich leidenschaftlich für den Rückbau und die Restaurierung von Streichinstrumenten in den angenommenen ursprünglichen Zustand. Seine Entdeckerfreuden und Abenteuerlust lassen sich auch an dieser Auswahl ablesen, mit der er auf zwei vergessene Komponisten der Klassik aufmerksam macht. Dabei hat Carl Friedrich Abel (1723 bis 1787) ein überaus reizendes Cellokonzert hinterlassen, in dem Geist der Mozartzeit allgegenwärtig ist. Frisch und frei klingt Brandts Spiel auch in den heiteren, tänzerischen Kompositionen von Christian Ernst Graf (1723 bis 1804), die dem Interpreten in spieltechnischer Hinsicht eine ganze Menge abverlangen. Seine Wiedergabe ist von einem stets warmen, beseelten Celloton durchdrungen. Nicht vergessen werden sollte das der historischen Aufführungspraxis verpflichtete Orchester L´Arpa Festante, das die Kompositionen in luftiger, sehr transparanter Musizierweise zum Leben erweckt."
Gießener Anzeiger, 21.05.2010
Biographie
Klaus-Dieter Brandt erarbeitete sich seit seinen cellistischen und musikalischen Studien in Köln, Leuven, Frankfurt und Paris umfassende Fertigkeiten in der ästhetischen und spieltechnischen Praxis des Streichinstrumentenspiels vom musikalischen Barock bis zum frühen 20. Jahrhundert.
Er widmet sich dabei besonders dem Verständnis und der Verinnerlichung der nationalen Schulen, wie zum Beispiel der französischen Celloschule um 1800 oder der wenig später prägenden Dresdner Schule, deren zahlreiche Werke wertvolle Hinweise zur Annäherung an historisches Saitenspiel darstellen. Die Faszination für die klanglichen Besonderheiten der Streichinstrumente in Barock, Klassik und Romantik begründet eine langjährige Passion für den Rückbau und die Restaurierung von Streichinstrumenten in den angenommenen ursprünglichen Zustand.
Als Mitglied führender Kammermusik- und Spezialensembles für Alte Musik, zuletzt als langjähriger Solocellist der Musica Antiqua Köln, hat er Konzerte in fast allen Ländern Europas, in Nord- und Südamerika und im Nahen und Fernen Osten gegeben. Zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen sind mit seiner Beteiligung entstanden. 2006 gründete er das Ensemble Alte Musik Köln, das sich der historischen Aufführungspraxis widmet und dessen Repertoire Kompositionen vom Barock bis zur Romantik umfasst. Gemeinsam mit der Violinistin Christine Rox gilt sein besonderes Interesse der Duoliteratur für Violine und Violoncello aus drei Jahrhunderten.
Als Solist spielte er 2009 klassische Cellokonzerte von Graf und Abel für ARS Produktion ein.
Die Quintessenz-Fragen an Klaus-Dieter Brandt
Mein Lieblingstier:
Katze
Meine Lieblingspflanze:
Kaktus
Mein Lieblingsessen:
vorallem soll es auch gut für die schlanke Linie sein
Mein Lieblingsgetränk:
Kaffee in allen Variationen
Meine drei Insel-CD:
Eine Bach Kantate "Morgen, morgen, bin ich im Paradies...." , Sprachkurs Inseldialekte, Brahms Sinfonien( Furtwängler, Bernstein ).....
Mein drei Insel-Bücher:
da gibt es eine Sammlung mit Texten von Karl Kraus,die haben mich oft sehr beeindruckt, Don Quixote, Die Offenbarung
Meine drei Lieblings-Musikstücke:
Es sind natürlich viel mehr, dennoch: Paulus von Mendelssohn, Bartok 2. Violinkonzert, Bach das Orgelwerk
Meine drei Lieblings-Interpreten:
Pablo Casals, Daniil Shafran, Jascha Heifetz
Meine Begeisterung für klassische Musik haben geweckt:
Meine Eltern
Mein Lieblings-Zitat aus der Musikgeschichte:
kunst ist schön, macht aber viel arbeit (Karl Valentin)
Sechs Personen der Geschichte, die ich gerne zum Abendessen einladen
würde:
J.S. Bach, Paul Bocuse (vorausgesetzt er bringt etwas vegetarisches zu
Essen mit ) und Louis de Funes (dann können sich die beiden schon mal
unterhalten), Pablo Casals, Antonio Stradivari und einen seiner beiden Söhne.
Wenn ich eine Zeitmaschine hätte:
zurück ins frühe 18. Jahrhundert , bitte als Mitglied des italienischen Hochadels.
Wenn ich nicht Musiker geworden wäre:
Geigenbauer
Mein Lebensmotto:
Theben und theben lassen

