Biographie Julia Rebekka Adler

Julia Rebekka Adler (geborene Mai), die bestplatzierte deutsche Teilnehmerin beim
ARD Wettbewerb 2004 im Fach Bratsche, erhielt mit sechs Jahren ihren ersten Bratschenunterricht und gewann bereits zu Beginn ihrer Karriere mehrfach
1. Bundespreise bei "Jugend musiziert" (zweimal Viola und zweimal Streichquartett) sowie den Ersten Preis beim "Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerb" (2002).
Mit sechzehn Jahren, nahm sie ihre erste CD als Solistin auf (1. Violakonzert von Darius Milhaud, mit dem Dirigenten Nicolás Pasquet).
Trotz ihrer Erfolge wählte sie keine frühe Solistenkarriere, und neben ihren Studien bei Kim Kashkashian und Johannes Lüthy beendete sie regulär ihre Schulausbildung und studierte dann weiter Viola bei Johannes Lüthy, sowie bei Hartmut Rohde in Berlin, bei Yuri Bashmet in Siena, sowie bei Wolfram Christ in Freiburg.

Im Januar 2007 schloss sie das Aufbaustudium Konzertexamen an der Universität der Künste Berlin ab - mit der höchsten Auszeichnung im Fachbereich Bratsche, die bisher an dieser Hochschule vergeben wurde.

Julia Rebekka Adler war Mitglied zahlreicher namhafter Ensembles, darunter
im Kuss-Quartett und im Pellegrini-Quartett. Sie war Kammermusikpartnerin u.a. von Tim Vogler, David Geringas, Antje Weithaas, Wen-Sin-Yang, Karl Leister und Hans-Jörg Schellenberger.
Derzeit spielt sie im Berliner Solistenoktett (mit Mirijam Contzen und Jens Peter Maintz) und im Viardot-Klavierquartett.
Seit 2004 ist sie stellvertretende Solobratscherin bei den Münchner Philharmonikern.

Ihr frühes Interesse an neuer Musik führte 1998 zu einer Aufführung unter Karlheinz Stockhausen bei den Donaueschinger Musiktagen. Seitdem hat sie viele Uraufführungen von Kompositionen für Viola gespielt, darunter Werke von Marc Sabat, Wolfgang von Schweinitz, Gerald Eckert, Favio Daiban, Eva Sindichakis und Gilead Mishory.
Sie ist Widmungsträgerin von Kompositionen für Viola u.a. der Komponisten Eva Sindichakis, Gerald Eckert, Miguel Varvello  und Gerardo Gandini.
2004 nahm sie beim Bayerischen Rundfunk das Pflichtstück des ARD Wettbewerbs auf (Parthenope für Soloviola von David Sawer).
Der Münchner Komponist Wilfried Hiller widmete Julia Rebekka Adler den Viola d'amore Solo Part seiner Kirchenoper 'Der Sohn des Zimmermanns', und hat sie als Viola d'amore Solistin für die Uraufführung des Werkes 2010 im Würzburger Dom verpflichtet.

Julia Rebekka Adlers besonderes Interesse gilt unbekannten Kompositionen für Viola des 20. Jahrhunderts. So hat sie in Konzerten unter anderem Stücke von Günter Raphael, Karl Weigl, Erich Zeisl, Mieczyslaw Weinberg, Fjodor Druzhinin u. León Zuckert aufgeführt.
Bei den 'Jüdischen Kulturtagen 2008' in München trat sie mit einem kammermusikalischen Programm mit 'Werken unbekannter jüdischer Komponisten' für Viola und Klavier auf.

Nicht zuletzt hat sie 2008 die vier Sonaten für Viola Solo von Mieczyslaw Weinberg in Konzerten aufgeführt und im Rahmen einer Produktion des Bayerischen Rundfunks und NEOS aufgenommen (Veröffentlichung Herbst 2009 als Doppel-CD).

 


Monika Csampai
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