Presse

Scherbakovs Hochseilakt

Die Jahreszeiten und die Neunte mit nur zwei Händen

Konstantin Scherbakov am Klavier (...) (...) keine verbissene Fingerakrobatik, sondenr eine tänzelnde, weiche Gelassenheit zeichnet sein Spiel aus. (...) Scherbakov spielt dessen (Beethovens Neunte) schwierige Passagen mit so viel Esprit und Musikalität, dass ihm der frenetische Applaus sicher war. Auch bei Tschaikowskis Jahreszeiten setzte der Pianist auf die Ästhetik des unverfälschten Klangs - und lässt mit Stücken wie "Jagd" oder "Trioka" eine längst vergangene bürgerliche Athmosphäre wiederauferstehen. Die Presse vom 02.12.2006

Leopold Godowsky
Transkriptionen der Nach Cello-Suiten Nr. 2, 3, und 5

J.S. Bach / L. Godowsky: Suite Nr. 5 c-Moll BWV 1011 für Violoncello solo (Bearb. für Klavier), Suite Nr. 2 d-Moll BWV 1008 für Violoncello solo (Bearb. für Klavier), Suite Nr. 3 C-Dur BWV 1009 für Violoncello solo (Bearb. für Klavier)
Konstantin Scherbakov (Klavier)
Marco Polo 8.225267

Bewundernswert, wie Konstantin Scherbakov sich der enormen Schwierigkeiten annimmt - und sie bewältigt -, die Leopold Godowsky in seinen Bach-Bearbeitungen seinen (wenigen) Interpreten zu bewältigen gibt. Nach seinen Einspielungen von ausgewählten Transkriptionen von Solosonaten für Violine zeigt Scherbakov auch auf dem Terrain der Suiten für Violoncello solo sein geradezu ausgefuchstes Können, mit zehn Fingern einen musikalischen Kosmos im Für- und Gegeneinander der Stimmen präsent zu halten, als gelte es nur das Gedachte ohne jede Behinderung in klangliche Gegenwärtigkeit zu überführen. Natürlich werden die Verehrer der Originalfassungen manche Bedenken anmelden, denn Godowsky verfügt über die hier eingespielten Suiten Nr. 2, 3 und 5 nicht in der Haltung eines Klaviermusikologen, sondern mit dem Mut des fantasiereichen Arrangeurs, der dem Pianisten in kontrapunktischen Sonderaufgaben Sekunde für Sekunde zu schaffen macht. Scherbakov - auf dem Podium stets ein wenig indifferent für das "gemeine" Publikum - beweist hier einmal mehr, dass er einer der fähigsten Pianisten unserer Tage ist. Und dies mag umso mehr überraschen in einer langen Godowsky-Aufnahmetätigkeit mit zahlreichen Stationen, die den Interpreten verlocken könnten, nur das Nötigste zu geben.

Künstlerische Qualität: 10
Klangqualität: 9
Gesamteindruck: 9


"Mit seinen völlig natürlich anmutenden Akzentuierungen und Phrasierungen erzählt er eine durchgehende Geschichte... Besser kann man Schostakowitsch kaum spielen!"
(Die Presse, Feuilleton, am 10.08.2005)

"Ein Pianist ... muss einmal Virtuose, dann, Denker, dann Träumer sein... so kontrolliert im manuellen Können und zugleich überlegt im intellektuellen Anspruch muss ein Interpret auch zu Werke gehen... Deswegen ist Scherbakov... auch ein richtiger Interpret für das gewaltige Opus."
(Salzburger Nachrichten, Kultur am 10.8.2005)

"... Und dann doch, sich im Konzert steigernd, staunende Begeisterung über so noch nicht Vernommenes, über die Brillanz der Durchgestaltung, über die Genauigkeit der Ausformung. Der bedeutsam eigene Wege gehende Pianist..."
(Süddeutsche Zeitung)

Scherbakov spielt alles klangvoll, strömend und ausgeglichen... mit gelassener Selbstverständlichkeit. Kapital im musikalischen Aufriss und einem runden, weichen, auch im Forte niemals spitzen Ton."
(Frankfurter Allgemeine)


"Ob in der lakonischen Geste oder der weitschweifenden "Phantasie", stets kristallisiert sich in Scherbakovs Spiel das Wesentliche (und damit: das Wesen) des Materials heraus. Und der Geist wirkt wie von den Fingern befreit. Das erzeugt knisternde Spannung, dichte Atmosphäre, Brillanz der logischen Entwicklung, kurz: ein musikalisch substantielles Erlebnis."
(Salzburger Nachrichten)

"...Jetzt hat der 36jährige Perfektionist mit den abgründigen Diabelli-Variationen erstmals ein Standartwerk des späten Beethoven vorgelegt, und das Ergebnis rechtfertigt nicht nur die hohen Erwartungen, es übertrifft sie, und muss schlicht als sensationell bezeichnet werden... Ein bizarres Seelenabenteuer mit einer phantastisch ausgetüftelten Klangregie... Ein Weltklasse-Pianist geht seinen Weg!"
(Musik und Theater)

"Zu wahren Begeisterungsstürmen riss der russische Pianist Konstantin Scherbakov das Publikum beim Konzert im Rahmen der Bregenzer Festspiele... ...Eine musikalische Sternstunde, die die Musikliebhaber erlebten..."
(Allgäuer Zeitung, Bregenzer Festspiele


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