Der Meister und seine Mitläufer Der Pianist Michael Korstick fasziniert mit Beethovens Diabelli-Variationen (...). (...)In den Diabelli-Variationen, (...) unterstrich Michael Korstick, dass er zu den profiliertesten Pianisten seiner Generation gehört. Sein Spiel ist von einer merklichen Entschiedenheit und Klarheit geprägt, dazu kantabel, etwa in der weltentrückten Fughetta, aber auch von beängstigender Schärfe. Zudem ist Korstick ein Verfechter der originalen Metronomangaben Beethovens, und so verwandelt er manche Variationen in einen grenzgängerischen Geschwindigkeitsrausch. Matthias Nofze; General Anzeiger vom 19.12.2006

Ein großer Klavierabend zum Jubiläum

Meisterpianist Michael Korstick verzauberte die Zuhörer mit der Brillanz seines Spiels. Mit der Waldsteinsonate bewies er überzeugend, dass er zu den größten Beethoveninterpreten zu zählen ist. (...)
Man erlebt diese Sonate, die vom Spieler eine erhebliche Geläufigkeit verlangt, häufig wie eine Wanderung durch eine freundliche Mittelgebirgslandschaft.



Bei Michael Korstick tat sich dagegen ein Hochgebirgspanorama auf, mit steil emporragenden Felszacken und jähen Abstürzen. Wie der Pianist im ersten Satz "Allegro con brio" ein Tempo, hart an der Grenze zur Unspielbarkeit durchhielt, war atemberaubend. Auch im Schlussrondo erlebten die Zuhörer ein pianistisches Feuerwerk von höchster Brillanz.

Solinger Tagblatt vom 30.11.2006


Beethoven hätte gejubelt

Vermutlich wäre Beethoven außer sich gewesen, hätte er Korsticks Interpretation der Waldsteinsonate erlebt - vor Glück. Wie sensibel er das Pianissimo des ersten Satzes mit den rasanten Sechzehntelbewegungen paarte, wie er aus dem Nichts das hohe G apostrophierte, wie er aus den wütenden Bewegungen behutsam die Kraft nahm und zu einem wunderbar schillernden Piano leitete. Das war nicht gut, das war traumhaft. (...)
Und jetzt Schuberts bekannte Sonate in B-Dur D 960. Der erste Teil, molto mo-derato, ein Einbruch in Empfindsamkeit. Und Korstick? Nichts leichter als das. Ganz ohne Gleichförmigkeit trug er das liedhafte Thema vor. Immer an der Grenze zur Spannung, immer den Abgrund des Todes im Blick, der sich Schubert in seinem Todesjahr auftat und ihm in die zauberhafte Melodie kurze, wühlende Passagen voller Exzentrik diktierte. (...)
Den Meistermannsaal verließ er unter stehenden Ovationen. Bravo, Dr. Beethoven! Die Promotion zum Dr. Schubert ist fällig.

Martin Schlupp; Solinger Post vom 31.10.2006

Was Wahrhaftigkeit bedeutet


Korstick, trotz fulminanter Einspielungen nach wie vor ein Prophet, der zu wenig gilt in seiner Heimat, vermag es, in Schuberts später Sonate B-Dur einen Klangraum zu öffnen, der etwas spiegelt von den Lebensstürmen des Komponisten, der uns mit Mut zur gestalterischen Kontemplation ins Innenleben führt des ewigen Wanderers.
Da korrespondieren Stimmen miteinander, da gibt es (...) melancholisch abgetönte Momente, die ans Herz greifen.

verteidigte und kühn ausreizte, demonstrierte, dass er auch in der Welt von Chopins Nocturnes daheim ist. Ein ganz eigenständiger Künstler, der die Noten ernst nimmt, der sich in Musik versenkt, der ein Fortissimo geradezu meißelt und seinen Mussorgsky eben nicht als Romantiker vorstellt. Da erkennt er mit Mut zum Extremen bis an die Grenze seiner Kraft das Moderne. Ein Abenteuer. Man möchte ihn bald wiederhören.

Michael Stenger; Westdeutsche Allgemeine WAZ vom 24.07.2006


Weltfernes Meditieren mit Tiefenwirkung

Klaviervirtuose Michael Korstick fasziniert in Schloss Waldthausen mit Werken von Beethoven, Schubert und Liszt

Für sein Konzert auf Schloss Waldthausen wählt Korstick Beethovens letztes großes Klavierwerk, die Diabelli-Variationen op. 120. Er reiht die 33 Variationen ohne Zäsur aneinander, reizt dabei die dynamischen Gegensätze bis ins Extrem aus und erreicht einen unerhörten Sog an Spannung und Suggestion. Rhythmisch zugespitzt, mit bebenden Trillern, federnden Forte-Schlägen und atemberaubenden Prestissimo-Läufen gibt Korstick jedem Stück die spezifische Klangfarbe.

(...) Von der Begeisterung der Zuhörer lässt sich der Pianist anstecken, indem er vier Zugaben beschert.

Allgemeine Zeitung Rhein-Main vom 23.06.2006

Kräftiger Ausdruck von gelebter Musik

Klavierabend mit Michael Korstick in Waldthausen

(...) Höhepunkt: Beethovens Diabelli-Variationen. Fast scheint es, als interpretiere Korstick mit jeder Faser seines Körpers an diesem Abend das Werk des Titanen neu, so durchdrungen ist es vom kraft- vollen Ausdruck gelebter Musik. Korstick ist ein Meister zerreißender Spannung. Er zögert, hält in der Schwebe, treibt, forciert: Nie durchschneidet er den weiten Atem fließender Sein Anschlag ist messer- scharf, distinktiv und von jugendlicher Flexibilität, das Pedal kostet wohlelodie.
Korstick, der auch Mozarts viel geschundene Fantasie D-Moll gegen alle Konventionen

dosiert von den feinsten Schattierungen, die Korsticks breite Palette musikalischer Kreativität zu bieten hat. Es ist das Spiel intuitiver Weisheit, das in Korstick virtuose Präzision und starke Persönlichkeit zu inni- ger Symbiose bindet: Ideal für die Größe eines Beethoven. Lyrische und epische Dimensionen, notentreue und doch originelle Phrasierung, Tiefe und Durchsichtigkeit finden in Korstick ihr Zuhause.
Es hagelt Applaus und Zugaben.

Sarah Wendel; Rhein-Zeitung vom 24.06.2006


" Geburtstagsfeier mit genialer Musik"

Absoluter Höhepunkt dieses Galaabends aber wurde das Klavierkonzert mit Michael Korstick als Solisten: Bereits im Orchestervorspiel war die klangliche Feinheit und Innerlichkeit zu erleben, die dieses Spätwerk charakterisieren. Als das Soloklavier einsetzte, empfand man sofort eine sehr sorgsame und äußerst präzise Zusammenstimmung zwischen Solist und Orchester. Michael Korstick hat die etwas gedämpfte Melancholie dieses Klavierkonzerts wunderbar ausgedrückt und subtilste Klangvarianten auf dem Klavier gezaubert. (...) eine wirklich wunderbare Mozart-Feier.

Magdeburger Volksstimme, 30.01.2006

Ein Ereignis - Der Ausnahmepianist Michael Korstick in Hannover

Der 50-jährige zeichnete das Leichenbegräbnis, Liszts "Funérailles", als visionären Trauermarsch: mit harten Dissonanzen, aber auch zarten Ausblicken und Rückblenden. Korstick iat nicht frühzeitig von einer Plattenfirma verschlissen worden.

Er geht seinen Weg zur Musik kompromisslos und schont weder sich noch das Publikum. (...)
Das Publikum wirkt wie von Donner gerührt und wartet eine Weile mit dem Applaus. es hat einen Ausnahmepianisten erlebt.

Hannoversche Allgemeine, 20.1.2006


Im Banne grandioser Landschaften des Klanges. Der Pianist Michael Korstick faszinierte sein Publikum im Sendesaal mit der Virtuosität und Intellegenz seines Spiels. Bremer Nachrichten, 16.01. 2006 Bemerkenswert - total überraschend

(...)Der Bozener Konzertverein ließ es sich nicht nehmen, Michael Korstick in seiner ersten vorweihnachtlichen Matinee dem Bozener Publikum vorzustellen.(...)
Was bei Schubert noch verblüffte wurde hier (Beethoven) schlüssig. Eine Interpretation, die ihresgleichen sucht, vielleicht am ehesten an jene denkwürdige Daniel Barenboims von 1965 erinnernd. (...)
Eines indes ist sicher: Korsticks SChubert- und beethoveninterpretation ist so einmalig und kompromisslos, dass Klaviermusik der Klassik und Romantik neu zu denken ist.

Dolomiten, 06.12.2005

Der Pianist der Stunde Michael Korstick oder "Dr.Beethovens" spätes Glück!
 
Mancher Satz wirkt besonders aufregend, wenn er hektisch geflüstert wird. "Jetzt wird’s sich zeigen", stieß die Dame in Reihe sechs hervor, als die ersten Töne der Schubert-Sonate erklangen. Und ja, es zeigte sich.
Selten kraft- und gehaltvoll, mit langen großen Bögen und phantastischer Attacke, kurz: technisch wie künstlerisch bestechend souverän spielte der Pianist Schuberts mächtige Sonate, D 960. Auch Beethovens kaum fasslich vertrackte Diabelli-Variationen fanden endlich mal ihren Meister. Beifall, Zugabe, Jubel, Ende.
 
Braunschweiger Zeitung, 20.1.2006 

Kein Geplätscher
"Kein Beethoven für Weicheier (...). (...) ich kann mich nicht erinnern, diesen Zyklus je so wuchtig, konzentriert, kraftvoll und charakterstark gehört zu haben."
(FONO FORUM November 2005)
 

"Es ist Zeit, die musikalische Ernte einzufahren"

(Titel Pforzheimer Zeitung, 18.10.2005)


 

"Alleingänger im Musikbetrieb - Der Kölner Michael Korstick ist einer der interessantesten Beethoven-Interpreten unserer Zeit - und nahezu unbekannt. Der Echo-Preis wird das hoffentlich ändern"
(Welt am Sonntag, 25.9.2005)

"Eine Sonate im Ausnahmezustand! Der Pianist Michael Korstick spielt grandios Beethoven, aber kaum einer kennt ihn."
(Die Zeit, Feuilleton, 2004)

 


Monika Csampai
Ferchenbachstraße 7
D- 80995 München

Fon: +49 (0)89 - 150 50 99
Fax: +49 (0)89 - 150 37 76