Presse und Rezensionen Nami Ejiri

LATE PIANO WORKS BY FRANZ SCHUBERT

"...legt dann plötzlich eine wunderbare Aufnahme der berühmten Schubert-Impromptus und der letzten Sonate vor, gekoppelt mit dem eher unbekannten Allegretto. Eijiris Spiel wirkt ruhig und unprätentiös, mit feinem Gespür für Agogik und Dynamik lässt sie die Musik organisch fließen und schafft doch, wo nötig, große Spannung."
Klassik Newsletter Berlin, 19.03.2015

Wissen um den inneren Zusammenhang
(...) "es ist schon eine Leistung, dass die Pianistin nicht versucht, die Werke für eine Selbstdarstellung zu benutzen, sondern diese mit Bescheidenheit und Unvoreingenommenheit angeht. So wird ihre Deutung des mehr und mehr Aufmerksamkeit findenden Allegrettos in c-Moll, D. 915 zu einem Erlebnis. Derart unprätentiös und unangestrengt, zugleich so selbstverständlich und ausdrucksintensiv hat man die Dur-Moll-Wechsel des Werkes nur selten gehört. (...)
Der ungemein feine Anschlag, aber vor allem die vielschichtigen Gestaltungsnuancen, bis in die subtilen Stillen hinein, geben der Musik eine Durchsichtigkeit und Intensität, wie man sie in letzter Zeit nur selten gehört hat." (...)
pizzicato, 26.02.2015 

  Unaufgeregter Klang und tiefenentspannt
(...) "Es herrscht ein intelligent geformter, unaufgeregter Klang ohne aufgeblasene Backen vor, der nirgends auf Effekte abzielt, was bei dieser Musik auch zugegebenermaßen schwierig wäre. Und auch Nami Ejiri findet zu einer geradezu meditativen Ruhe, vor allem in Schuberts B-Dur-Sonate, und da natürlich in erster Linie im Andante sostenuto-Satz. Da ist die Zeit dann endgültig ausgehebelt und zur Bedeutungslosigkeit geschrumpft." (...)
Wiesbadener Tagblatt, 04.02.2015 

"Sie sinnt den Nuancen hinterher, graviert streng die klanglichen Schichten."
Dresdner Neueste Nachrichten, 26.01.2015

(...) "Und so eröffnet sie die CD mit dem recht selten erklingenden Allegretto c-Moll, das bereits Ejiris Zugang zu Schubert erkennen lässt: in einer durchweg romantischen Haltung -  mit Eindringlichkeit, aber vor allem dem Anspruch der klanglichen Ästhetik und dem Lyrismus, der bei Schubert eine so extrem große Rolle spielt. (...)
PianoNews Dezember 2014/Januar 2015

Subtile Berichte über Emotionen
(...) "Eine Chopin-CD machte neugierig, die nun vorgelegte mit Schuberts späten Werken (Vier Impromptus D899, Allegretto D 915 und der B-Dur-Sonate D 960) begeistert: Ein gelungener Versuch, Musik als subtilen Bericht über Emotionen darzustellen.Sollte man gehört haben!"
Wiener Zeitung, 31.12.2014

Geschenktipp- Unsere Lieblingsmusik
"Die japanische Pianistin sucht einen eigenen Zugang zum späten Schubert – mit bleiernen Tempi, weichem Anschlag und einer abgründigen Leichtigkeit."
Stuttgarter Zeitung, 06.12.2014

Späte Klavierwerke
(...)
"Konzentriert, aber unangestrengt
Es sind kleine Gesten, die Nami Ejiri macht. Zurückhaltend und völlig unpathetisch. Dabei könnte sie etwa Schuberts Impromptus viel breiter und gewichtiger fassen. Stattdessen aber nimmt sie diese im positivsten Sinne leicht. Selbst da, wo die Musik tief grollt und vielschichtig von einer Harmonie in die nächste wandert, ist Ejiris Schubert nie schummrig oder diffus, sondern immer klar und durchlässig. Sie spielt Schubert konzentriert, aber unangestrengt. Ihr Anschlag ist warm und voller Nuancen; forsch und dann wieder wispernd zart. Wie gut sie auch virtuos kann, das zeigt Ejiri nicht nur mit perlenden Läufen in Schuberts Impromptus, sondern auch in der großen B-Dur-Sonate, der letzten, die Schubert schrieb, bevor er 1828 mit nur 31 Jahren starb. Ejiri spielt die Sonate pointiert und mit Schärfe.
Überzeugend in der Ruhe
Am stärksten aber ist Nami Ejiri in den ruhigeren Passagen. Da verleiht sie Schuberts Musik eine lange nicht mehr gehörte Tiefe, ohne einfach nur deren melancholisches Gewicht hervorzukehren. Nami Ejiri will nichts darstellen. In einer auf Stars und große Gesten fokussierten Musikszene ist das fast schon mutig. Aber: Wer so Schubert spielt, der wird vielleicht auch ohne breit angelegte PR-Kampagne gehört. Zu wünschen wäre es ihr jedenfalls."
BR-Klassik, 07.11.2014 

"Das ICH soll die Musik nicht stören"
Die Pianistin Nami Ejiri ist das Gegenmodell zu den auf möglichst viel Personenrummel abzielenden Künstlern um sie herum. Stefan Schickhaus stellt die Schubert-Interpretin, die in der Nähe von Frankfurt lebt, vor.


Nami Ejiri lässt sich Zeit. Sie hat die Ruhe. Den langen Atem. (...)
"Das ICH ist für mich nicht wichtig. Am Besten es verschwindet. Das Ich soll die Musik nicht stören", sagt sie.
Frankfurter Rundschau, 28.10.2014


Monika Csampai
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