Diskographie Rebecca Maurer

Foto: Michael Silberhorn

En sol - Musique pour le Roi-Soleil

Prolog
   Jean-Henry d'Anglebert

01 Prélude in g-Moll
   
   Jean-Baptiste Lully/Jean-Henry d'Anglebert

02 Air d'Apollon du Triomphe de l'Amour
 
Teil I  
   Francois Couperin
03 Troisième Prélude
04 Allemande L'Auguste
05 Première Courante
06 Seconde Courante
07 Sarabande la Majestueuse
08 Gavotte
09 La Milordine, Gigue

   Jean-Baptiste Lully/Jean-Henry d'Anglebert

 10 Chaconne de Phaeton

Teil II

   Elisabeth-Claude Jacquet da la Guerre
11 Prélude in g-Moll

  Louis Couperin

12 Passacaille in g-Moll

  Jean-Baptiste Lully/Jean-Henry d'Anglebert
13 Gigue Mr. de Lully
14 Passacaille d'Armide
15 Sarbande. Dieu des Enfers

  Louis Couperin

16 Passacaille
17 Tombeau de Monsieur de Blancrocher

  Francois Couperin

18 Les Baricades Mistérieuses

Teil III
  Gaspard Le Roux
19 Prélude
20 Allemande
21 Courante
22 La Bel-ébat
23 La Piece sans Titre
24 Gigue

  Joseph-Nicolas-Pancrace Royer

25 Le Vertigo

Epilog
  Francois Couperin
26 Septième Prélude


Rebecca Maurer, Cembalo
(Cembalo: Ioannes Ruckers, 1632/1745)

Label: GENUIN classics
Bestellnummer: GEN 15352
Format: CD
Veröffentlichung: 4. September 2015

Hörbeispiel 

 


(...) " Mit Präzision und vor allem enorm viel Gefühl und Sinn für die verästelten Klänge der Kompositionen von etwa Jean-Baptiste Lully und Francois sowie Louis Couperin. Herrliche Musik!"
Plärrer, Februar 2016

(...) "Gravitätisch schreitet Maurer durch die Chaconnes und Passacailles, mit improvisatorischem Gestus und auf die Poesie hinter den Noten bedacht nähert sie sich den Préludes. die Tonmalerei im Blancrocher-Tombeau kommt dabei genauso zu ihrem Recht wie die leise Melancholie in Francois Couperins La Milordine-Gigue, dem Porträt eines exilierten englischen Lords. Maurers idiomatisches, kraftvolles Spiel hat eine Tendenz zur Prachtentfaltung, die diesem Programm natürlich gut steht." (...)

CONCERTO, Februar 2016

(...) " En sol- Musique pour le Roi-Soleil ist ein farben- und klangprächtiges Kaleidoskop geworden, das barocken Feier- und Daseinsgeist aufs Schönste beschwört, meisterlich gespielt von Rebecca Maurer."
Nürnberger Nachrichten, 04.01.2016

(...) "Damit sind alle Voraussetzungen erfüllt für ein fesselndes Konzert. Rebecca Maurer hat sich gut in die Welt des Sonnenkönigs eingelebt und legt hier eine sehr interessante, Gedanken anregende und musikalisch überzeugende Aufnahme vor."
toccato, Januar/Februar 2016

"Im besonderen Fall des Sonnenkönigs weist die Cembalistin in ihrer soeben vorzüglich eingespielten und editierten CD "En sol" darauf hin, wie auffallend oft in den Cembalowerken der Komponisten aus dem Umfeld Ludwig XIV. g-Moll verwendet wird.
Crescendo, Dezember 2015/Januar 2016

(...) "Für Maurer war es "Liebe auf den ersten Klang", und das ist ihrem Spiel sofort anzumerken, entspannt, im Detail genau durchdacht, mit einem guten Gefühl für die perfekte Wahl von Tempo und Phrasierung. In den sehr frei, dabei sehr expressiv gestalteten Préludes wirkt sie ebenso überzeugend wie in den auf konkreten Rhythmusmodellen basierenden Stücken, wobei sie nie in Schematismen verfällt, das Tempo sehr individuell bestimmt. Vor allem Louis Couperins Tombeau de Monsieur de Blancrocher habe ich noch nie so stimmig gehört wie hier, mit den Glockenimitationen in fast ganz stetigem Tempo und einer sehr authentischen Tristesse über den verlorenen Freund und Kollegen." (...)
Prospero - Forum für Alte Musik, 12.12.2015 

"Ein echtes Goldstück!"
Nürnberger Zeitung, 10.12.2015

(...) "Neben der Klangsensibilität trägt auch Maurers virtuose Verzierungskunst zum großen Reiz der Einspielung bei." (...)
Rondo, 05.12.2015 

Drei Fragen an Rebecca Maurer
in der November/Dezember 2015 Ausgabe von CONCERTO


Wann und wie hat sich Ihnen der mutmaßliche Zusammenhang von sol, speziell sol mineur, und Roi-Soleil erschlossen?

Schon zu Studienzeiten war mir der Gedanke gekommen, dass zwischen beiden ein Zusammenhang bestehen könnte. Ich dachte allerdings auch, dass dies relativ offensichtlich und somit musikwissenschaftlich "kalter Kaffee" sei, so dass ich diesen Gedanken zunächst nicht weiter verfolgt habe....


Hatten Sie bei der Konzeption der CD von Anfang an das Ruckers-Instrument aus dem Musée d'art et d´histoire de Neuchâtel im Blick?

Ich habe tatsächlich über mehrere Jahre hinweg Ausschau nach einem geeigneten Instrument gehalten und wusste natürlich von der Existenz des Ruckers; persönlich kennen gelernt habe ich es aber erst Anfang 2014. Es war Liebe auf den ersten Klang!....

Was macht die Besonderheit eines solchen historischen Unsruments aus, auch wenn es nach der Restaurierung vielleicht nicht mehr ganz so "original" ist, wie es den Anschein hat?

Für mich ist wichtig, dass die "Chemie" stimmt zwischen mir und dem jeweiligen Instrument und ob wir sozusagen miteinander ins Gespräch kommen....


Die vollständigen Antworten von Rebecca Maurer auf die Fragen von Johannes Jansen finden Sie hier .
CONCERTO, November/Dezember 2015

(...) "Vital, gefühlfvoll, mit viel Sinn für den Esprit der Klangschöpfungen: Vorsicht! Diese CD kann süchtig machen.
Nürnberger Nachrichten, 03.11.2015

(...) "In einem 26-teiligen Bilderbogen von Préludes, Passacailles und anderen typischen Tänzen aller grossen Clavecinisten der Zeit
- von den beiden Couperins über D'Anglebert, Lully bis Gaspard Le Roux - entfaltet Maurer mit sprechender Agogik, majestätischem Gestus und fein abgestufter Klangsensibilität die ganze Pracht und Charaktervielfalt der gravitätischen Herrscher-Tonart g-Moll, und unterbricht die klingende Inszenierung durch gelegentliche kurze Ausflüge in andere Dur-Tonarten: Ein ungemein suggestives Album, das auch die unumschränkte Macht des "Absolutismus" spüren
lässt." (...)
Musik & Theater, November/Dezember 2015

(...) "Immer wieder lockert sie das stringente Programm mit musikalischen Kontrasten auf. So auch im Anschluss an die eben gehörte Passacaille. Auf deren mitunter geradezu rauschhafte Sinnlichkeit folgt ein Stück, bei dem die Klarheit und ein eher verhaltener Ton im Vordergrund stehen: Das Tombeau de Monsieur Blancrocher von Couperin, ein musikalisches Grabmal für einen zu Tode gestürzten Lautenisten. (...)
Kurz vor Schluss ihrer großartigen CD bricht Rebecca Maurer kurz aus dem insgesamt eher gemessenen Charakter des Programms aus. Mit einem tonmalerischen Stück von Joseph-Nicolas-Pancrace Royer unter dem Titel „Le Vertigo“, also „Schwindel“. Hier ist der Name Programm. Die Musik scheint die verschiedenen Zustände eines Schwindelanfalls nachzuahmen und steigert sich bis zur panischen Raserei. Eine ganz neue Facette der Tonart g-moll. Unter den flinken Händen von Rebecca Maurer klingt sie wie barocke Rockmusik. (...)
Ein Programm voller Überraschungen und Kontraste, schlüssig konzipiert und mitreißend musiziert. Die neue CD von Rebecca Maurer ist ein großer Wurf – und eine wunderbare Werbung für das Cembalo. Eine mitreißende Aufnahme."
WDR 3 TonArt (auch zum Nachhören) 

(...) "Das Instrument, das sie für diese Produktion ausgewählt hat, ist das prachtvolle sogenannte goldene Ruckers Cembalo, das sich im Besitz des Musée d’art et d’histoire von Neuchâtel befindet. Sein voller, warmer Klang scheint geradezu prädestiniert zu sein für diese Musik. Rebecca Maurer nutzt die ganze Vielfalt der Registriermöglichkeiten dieses wundervollen Instruments, um jedem der Stücke einen ganz eigenen Charkter zu geben, und geizt dabei nicht mit virtuoser Spiellust. Rundum also eine gelungene und spannende Produktion, für die die Musikerin einen ausführlichen Booklet-Text geschrieben hat, der ihr Programm erklärt und begründet. Erschienen ist dieses akustische Schmuckstück beim Label Genuin."
SWR2 Alte Musik, 08.10.2015 (auch zum Nachhören) 

Die neue CD von Rebecca Maurer ist ein großer Wurf
(...) "Dabei eröffnet sie eine wahre Fülle an Nuancen und Schattierungen. Deshalb ist die Aufnahme  keinesfalls eintönig, sondern sehr abwechslungsreich. (...)
Rebecca Maurer modelliert die Charaktere plastisch aus und nutzt dafür den Farbreichtum des Ruckers-Cembalos – etwa wenn sie in einer Passacaglia von Lully eine eher zarte und helle Passage gegen die orchestrale Pracht des Hauptteils absetzt. (...)
Um die besondere Färbung der Tonart  g-moll zu bestärken, baut die Cembalistin Rebecca Maurer ganz gezielt einzelne Stücke in anderen Tonarten ein. Dadurch entstehen einige wunderbare Kontraste. In der mollgeprägten Umgebung des Programms entfaltet etwa das C-Dur in einer Passacaglia von Louis Couperin auf dem Ruckers-Cembalo eine überwältigende Strahlkraft. (...)
(Marcus Stäbler)
NDR Kultur CD-Neuheiten, 27.09.2015 

Der König tanzt
(...) "Die beispiellose Selbstinzenierung des über 70 Jahre herrschenden Monarchen spiegelt sich auch in der spektakulären Spielweise der Interpretin und in der Wahl des Instruments: Mit wahrhaft majestätischem Gestus, mit großzügiger Agogik und fein abgestufter Klangsensibilität entfaltet sie auf dem wunderbar warm und "gülden" tönenden zweimanualigen Cembalo von Ioannes Ruckers (...), die ganze Pracht und Charaktervielfalt der Herrscher-Tonart g-moll, unternimmt dabei gelegentlich Ausflüge in andere Dur-Tonarten." (...)
Stereoplay, Oktober 2015

(...) "Rebecca Maurer ist eng mit diesem französischen Repertoire vertraut, spielt voller Ausdruck, bewältigt scheinbar mühelos die kraftzehrenden virtuosen Passagen und zaubert Verzierungen voller Eleganz und Lebendigkeit. Eine solch außergewöhnliche CD-Dramaturgie verlangt nach einem außergewöhnlichen Instrument, und auch hier hat Rebecca Maurer eine hervorragende Wahl getroffen. Sie spielt auf dem wertvollen Ruckers-Cembalo aus dem Besitz des Musée d’art et d’histoire in Neuchâtel (erbaut 1632 in Antwerpen, 1745 in Paris auf zwei Manuale erweitert). Die Farbigkeit und volltönende Klangschönheit dieses Instruments ist kaum mit Worten zu beschreiben. Alles glänzt golden."
rbb-Kulturradio, 07.09.2015 

Deutschlandradio Kultur/Studio 9 am  01.09.2015
Musik als Machtdemonstration

Am 1. September 1715 starb in Versailles der französische König Ludwig XIV. Der "Sonnenkönig" galt als besonders kunstsinnig. Doch die Liebe zur Kunst war für ihn letztlich ein genau kalkuliertes Mittel, um seine Macht ins rechte Licht zu setzen.

Wenn ein Herrscher viel Macht hat, soll man das auch sehen – in dieser Auffassung hat es der französische König Ludwig XIV. zur unerreichten Meisterschaft gebracht: Wie kaum ein anderes gekröntes Haupt hat es der Sonnenkönig verstanden, seine Macht und seinen Einfluss durch verschwenderische Pracht und durch Ehrfurcht einflößendes Auftreten zu unterstreichen. Doch anders als die absolutistischen Herrscher seiner Zeit, beließ es Ludwig XIV. nicht allein beim Vorzeigen seines Besitzes – große Schlösser und hermelinbesetzte Mäntel hatten schließlich auch andere Könige. Ludwig XIV. instrumentalisierte die Künste, allen voran den Tanz und die Musik, um seinen Machtanspruch nach außen zu demonstrieren.

"Die Musik konnte natürlich unheimlich gut nach außen wirken. Das war natürlich etwas, was man repräsentieren konnte, und letztendlich die französische Musik in Europa etablieren konnte", sagt die Cembalistin Rebecca Maurer, die pünktlich zum 300. Todestag des Sonnenkönigs eine CD mit Stücken eingespielt hat, die am Hof des musikbegeisterten Regenten aufgeführt wurden....

Zum gesamten Beitrag mit Live Stream 

Antonio Valente
Intavolatura de Cimbalo (Napoli 1576)


1 Gagliarda napolitana
2 Chi la dira, disminuita
3 Tenore grande alla napolitana
4 Fantasia del primo tono
5 Gagliarda lombarda & Ballo lombardo
6 Recercata del ottavo tono
7 Sortemeplus con alcuni fioretti
8 Sortemeplus disminuita
9 Lo ballo dell'intorcia
10 Pisne disminuita
11 Recercata del primo tono
12 Tenore del passo e mezo
13 Recercata del terzo tono
14 Salve Regina
15 Recercata del septimo tono
16 Tenore de zefiro
17 Recercata del primo tono à cinque
18 Basica Flammignia
19 Recercata del sesto tono
20 La romanesca

Rebecca Maurer, Cembalo

Label: CHRISTOPHORUS (Vertrieb: Note 1)
Bestellnummer: CHR 77307
Format: CD
VÖ: 01.05.2009

Hörbeispiel 


Mozart und Beethoven auf der Reise nach Berlin

Luwig van Beethoven
Sonate f-moll op. 2/1

Jean-Pierre Duport
Sonate D-Dur op. 4/6*
Matthias Michael Beckmann, Violoncello solo*
Katrina Crichton, Violoncello continuo*

Wolfgang Amadeus Mozart

Neun Variationen über ein Menuett von Jean-Pierre Duport KV 573

Rebecca Maurer, Hammerflügel
(Johann Heinrich Ernst Fessel, Dresden um 1795)


Label: BeckmannMusik
Format: CD
VÖ: 08.05.2007



Monika Csampai
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