Biographie Sophie Pacini

„Sophie Pacini ist in ihrem noch jugendlichen Alter von gerade erst 22 Jahren eine der größten Begabungen ihrer Generation. Sie zeichnet sich durch ein höchst überzeugendes Klavierspiel aus, in das sie Virtuosität, Neugier und profunde musikalische Kenntnisse über den reinen Notentext hinaus souverän einbringt. Dank ihrer exzellenten Anschlags- und Phrasierungskunst entlockt sie dem Instrument ungemein differenzierte Klangfarben, die zu bewundernswert eigenständigen Interpretationen von leuchtender Transparenz, fesselnder Intensität und  bezwingender musikalischer Logik führen“, begründet die Jury die  Entscheidung für den „Förderpreis Deutschlandfunk“, aus dem ihre letzte CD hervorgegangen ist.

Sophie Pacini wurde 1991 in München geboren. Mit dem Klavierspiel begann sie relativ spät, im Alter von sechs Jahren. Dennoch gab sie bereits im Jahr 2000 ihr Konzertdebüt mit Haydns Klavierkonzert in D-Dur.

2002 begann sie ihre Ausbildung als Jungstudentin im Fach Klavier bei Karl-Heinz Kämmerling am Mozarteum Salzburg. 2004 wurde sie in das neu gegründete „Hochbegabteninstitut“ aufgenommen, wo sie zusätzlich zum Klavierunterricht Improvisation, Harmonie- und Tonsatzlehre sowie Kompositions- und Dirigierunterricht erhielt. Ab 2007 studierte Sophie Pacini in der Meisterklasse von Pavel Gililov und schloss ihr reguläres Studium 2011 mit Auszeichnung ab. Zeitgleich besuchte sie Meisterkurse bei Dmitri Bashkirov und bei Fou Ts'ong. 2010 begegnete sie Martha Argerich, die sie einlud, beim Progetto Martha Argerich in Lugano ein Recital zu spielen.

Ihre internationale Konzerttätigkeit führte Sophie Pacini unter anderem zu Auftritten beim Kammermusikfest Lockenhaus mit Gidon Kremer, beim Deutschlandsberger Klavierfrühling sowie zu Orchesterkonzerten in Pisa, Poznán und bei den Tiroler Festspielen, wo sie das 3. Klavierkonzert von Beethoven, das 1. von Chopin und das a-moll Klavierkonzert Schumanns präsentierte. Eine Tournee von elf Konzerten mit der Klassischen Philharmonie Bonn unter Heribert Beissel mit Mozarts Konzert KV 595 führte sie in renommierte Konzerthallen Deutschlands, darunter die Bremer Glocke, die Hamburger Laeiszhalle, die Bonner Beethovenhalle, die Meistersingerhalle Nürnberg, die Liederhalle in Stuttgart, der Münchner Herkulessaal und das  Konzerthaus Berlin. Ihr Japan-Debüt gab sie im Frühjahr 2012 mit dem Tokyo Philharmonic Orchestra in der Suntory Hall mit Schumanns Klavierkonzert. Erstmalig war sie 2012 außerdem beim Klavierfestival Ruhr und bei den Schwetzinger Festspielen zu Gast.

Sophie Pacini gewann zahlreichen Preise, darunter der 1. Preis mit  Auszeichnung beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" 2005 und der 1. Preis beim "Großen Stipendiumswettbewerb der österreichischen Universitäten" 2009. Der Preis "Groupe Edmund de Rothschild" beim Sommets Musicaux de Gstaad, mit dem sie 2011 ausgezeichnet wurde, beinhaltete eine CD-Aufnahme mit Schumanns Klavierkonzert a-moll op.54 sowie Mozarts Klavierkonzert Es-Dur KV 271 mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter der Leitung von Radoslaw Szulc, die 2012 bei Onyx erschien. 2011 wurde ihr der Förderpreis Deutschlandfunk als "eine der größten Begabungen ihrer Generation"  verliehen. Die mit dem Preis verbundene CD-Produktion mit Werken von  Schumann und Liszt für Klavier solo erschien im November 2012 bei CAvi Music. Ebenfalls 2012 erhielt sie den Young Artist Price des Festival „Pietrasanta in concerto“, wo sie unter der Leitung von Michael Gutman mit dem Orchester des Maggio Musicale Fiorentino Mozarts „Jeunehomme“-Konzert spielte.

Im Dezember 2012 war sie auf Einladung von Rolando Villazón in der ZDF/ARTE Sendung „Stars von morgen“ zu Gast.

Im Herkulessaal München und im Konzerthaus Dortmund gab sie letzten November ihr Solo-Debüt und war im Januar 2013 beim NDR „Podium der Jungen“ eingeladen.

In 2013 debütierte die junge Pianistin im Konzert mit der „Camerata Salzburg“ bei den „Salzburger Festspielen“, und folgte Einladungen Der „Südwestdeutsche Philharmonie“ (zu einer gemeinsamen Tournee), der „Hofer Symphoniker“, der „Dresdner Philharmoniker“, des NDR „Podium der Jungen“ und zu den „Weilburger Schlosskonzerten“.

Im Rahmen der renommierten Konzertreihe „Neue Namen“ und „Jeunes“ gab Sophie Pacini im Herbst 2013 sowohl in Berlin („Otto-Braun-Saal“) als auch in der Zürcher „Tonhalle“ ihr Solo-Debüt.

Weitere Höhepunkte im Konzertkalender der Pianistin für die Spielzeit 2013/14 waren beziehungsweise sind ihre Auftritte beim „Luzerner Sinfonieorchester“(KKL Luzern), dem „Niedersächsischen Staatsorchester Hannover (Schumann: Klavierkonzert a-Moll, op.54), bei „Pro Musica“ im kleinen Sendesaal des NDR, im Münchner Gasteig sowie beim „Mozartfest“ in Würzburg.

In der Spielzeit 2014/15 wird Sophie Pacini unter anderem mit dem „Mozarteum Orchester“ gastieren, ihr Debüt beim „Lucerne Festival“ geben und gemeinsam mit den „Duisburger Philharmonie“ Beethovens Klavierkonzert Nr.4 zur Aufführung bringen.

Durch die „Mozart-Gesellschaft-Dortmund“ wird Sophie Pacini seit 2013 als Stipendiatin gefördert.


Monika Csampai
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