Diskographie Serhiy Salov

THE SACRED SPRING Of SLAVS

Igor Strawinsky (1882-1971)
The Rite of Spring
Arr. : Serhiy Salov         
 
Part I
I.    Introduction
II.   The Augurs of Spring:
       Dances of the Young Girls
III.  Ritual of Abduction
IV.   Spring Rounds
V.    Ritual of the Rival Tribes
VI.   Procession of the Sage;
       The Kiss of the Earth
VII.  Dance of the Earth
 
Part II
I.   Introduction
II.  Mystic Circleof the Young Girls
III. The Naming and Honoring of the Chosen One
IV.  Evocation of the Ancestors
V.   Ritual Action of the Ancestors
VI.  Sacrificial Dance (The Chosen One)

Igor Shamo (1925-1972)
Hutsulian Water-Colours
I.   Sunrise in the Montains
II.  Musicians Head Into the Mountains
III. Little Sheperd Boy
IV.  A Spring Rain
V.   Ritual Song for Spring
VI.  Shepherds'  Dance

Serhiy Salov, Piano

Label: Analekta, AN 29932
Veröffentlichung: 25. Juni 2010 (Vertrieb Codaex)
Format: CD

Hörbeispiel


Veröffentlichung der neuen CD "Der heilige Frühling der Slawen" am 25. Juni 2010
Salovs eigene Bearbeitung der wilden und bahnbrechenden Partitur Strawinskys (die auch Thema seiner derzeit entstehenden Doktorarbeit ist) steht im Mittelpunkt der CD, die beim kanadischen Label Analekta (Vertrieb in Deutschland über Codaex) erschienen ist. Ergänzt wird sie durch sechs Stückchen des ukrainischen Komponisten Ihor Shamo (1925-1972).
"Der Gedanke an eine eigene Bearbeitung des Sacre du Printemps für Solo-Klavier hat mich lange beschäftigt", erläutert Salov. "Die Orchesterpartitur mit ihren über 30 Systemen ist wahrlich kein Zuckerschlecken - und sie verlangt nach weitaus mehr als altmodische pianistische Bravour. Es ist gemeinhin unmöglich, all den Einzelstimmen gerecht zu werden, ohne dabei ein paar Tricks - oder, wie ich eher sagen würde, trompe-l'oreille - anzuwenden. Aber noch schwerer ist es, die Atmosphäre des Werks in die Klangsprache des Klaviers zu überführen - vor allem bei einigen schauerlichen Passagen. Hier sind manchmal recht unorthodoxe Lösungen gefragt, sowohl bei der Transkription als auch bei der Interpretation. Obwohl ich meine Bearbeitung jetzt eingespielt habe, kann ich es nicht lassen, sie weiter zu überarbeiten und auszubessern … vermutlich wird sie ein ewiger Palimpsest bleiben, ein Work in progress.


10 - Höchstbewertung bei Klassik heute
(...) "Salovs Bearbeitung von Strawinskys Opferriten ist alles andere als eine Reduzierung des Orchestermaterials, sondern die klanglich-rhythmische Erfüllung schlummernder Erwartungen! Erwartungen nämlich, die in Bezug auf alle urtümlichen und avantgardistischen Schichtungen des Werkes im Verlauf vieler Aufführungen des Werkes nur halbwegs befriedigt werden. Das bezieht sich nicht nur auf die perkussiven Möglichkeiten des Klaviers, die Salov kraftvoll, sozusagen mit kluger Brutalität nutzt. Es bezieht sich auch auf die urige, ungebärdige, bisweilen aber auch zärtliche Polyphonie der heidnischen Bilder. Salov lüftet die Partitur, sichert ihr akustische Dreidimensionalität, als würde er sich wie in einer imaginären Architektur bewegen. Der Hörer darf sich also nicht nur in den aggressiven Passagen erschlagen, sondern insgesamt differenziert geführt fühlen. (...)
Salovs Wiedergabe der beiden Werkkomplexe verdient höchste Achtung, was dienende Virtuosität und eigenständige Tongebung in allen Bereichen des Anschlags und der tastenden Behutsamkeit anbelangt. Eine CD mithin, die berechtigt höhere Verkaufszahlen erreichen sollte als die meisten Einspielungen dieser Tage, Wochen und Monate."
Klassik heute, 28.07.2010
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"Ballettmeister"
Der Pianist Serhiy Salov zimmert sich Strawinsky zurecht

Ballette auf dem Klavier: Diese Idee verführt Pianisten immer wieder, ähnelt doch der Tanz der Finger auf der Klaviatur einer Choreographie en miniature. Liebstes Ziel sind dabei die großen Ballettmeister
des 20. Jahrhunderts, allen voran Igor Strawinsky. Gerade dessen
frühe Ballette, allen voran "Le Sacre du printemps", fordern Klavierspieler heraus, gerade weil sie mit nur zehn Fingern
oft nicht zu spielen sind. (...)
Süddeutsche Zeitung, 21.07.2010
Presseartikel in vollständiger Länge können Sie gerne hier anfordern


"Die CD "der Heiliger Frühling der Slaven" stellt einen wenig bekannten Ukrainischen Komponisten, Ihor Shamo, und seine angenehmen "Hutsulischen Aquarelle" davor. Begeben wir uns aber zum Hauptstück der Aufnahme, einer wahrhaften "tour de force": die von dem Pianisten selbst erstellte Bearbeitung  für Solo-Klavier des "Sacre du Printemps". Es ist ein verrücktes Unterfangen, wenn man die Komplexität der Orchester-Partitur nachvollzieht. Strawinskys eigene Version für Klavier zu vier Händen oder für Pianola (ein mechanisches Klavier), die auf der Website des Dirigenten Benjamin Zandel zu hören ist, zeugt von außergewöhnlicher Virtuosität. Keine der oben erwähnten Versionen aber kommt dem schieren Wahnsinn und der musikalischen Sinnlichkeit Salovs zweihändiger Bearbeitung näher. Der Ukrainische Pianist könnte sich mit diesem riskanten aber meisterhaft gelungenem Projekt locker einen Namen schaffen. Mein einziger Vorbehalt betrifft einige ruhigere Stellen (z.B. Rondes Printanieres), die mir etwas zerlegt erschienen und in der Spannung etwas abfallen. Minimale Vorbehalte gegenüber einer solchen Hochleistung.
Christophe Huss
Le Devoir, 14.05.2010


 


Shostakovich's circle

Hermann Galynin (1922-1966)
Klavierkonzert Nr. 1

Dimitri Schostakowitsch (1906-1975)
Kammersymphonie op. 73a

Galina Ustvolskaya (1919-2006)
Klavierkonzert 


Serhiy Salov, Klavier
I Musici de Montréal, Dirigent Yuli Turovsky

Label: Analekta, AN 29898
Erscheinungsjahr: 2006
Format: CD

Hörprobe



Monika Csampai
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