Manche Leute sammeln Briefmarken, andere Autogrammkarten oder Bierdeckel. Der Pianist Spencer Myer sammelt Auszeichnungen. Zwischen 2000 und 2006 erspielte sich der 1978 geborene US-Amerikaner bei nationalen und internationalen Wettbewerben wie dem "UNISA National Piano Competition", dem "Christel DeHaan Classical Fellowship of the American Pianists Association" oder dem "Busoni Piano Competition" rund 30 erste Preise, Finalisten- und Sonderpreise, u.a. als Konzertinterpret, Liedbegleiter und Kammermusiker. Damit etablierte er sich als einer der vielversprechendsten Pianisten seiner Generation und katapultiert sich mit seiner "reifen, ausgefeilten Kunstfertigkeit" (The Indianapolis Star) und "der mühelosen Beherrschung der Dynamiken und fließenden Anmut" seiner Interpretationen (Knysna-Plett Herald) in die unmittelbare Nähe der großen Klaviervirtuosen. Seine Konzertauftritte rund um den Globus, die auch von zahlreichen nordamerikanischen Rundfunkanstalten ausgestrahlt wurden, haben ihm den Beifall der Kritiker und "Standing Ovations" des Publikums eingebracht. Und noch eine weitere Auszeichnung darf der hochbegabte Pianist stolz sein: Im Juni 2005 erhielt er den "Doctor of Musical Arts degree" und darf sich jetzt ganz offiziell Dr. Spencer Myer nennen.

Sechs QUINTESSENZ-Fragen an Spencer Myer

Aktuelle CD:
Indianapolis Sinfonie Debüt: Zweites Konzert von Rachmaninoff - Recitals in China, Chicago und Philadelphia; die Debüt-CD bei Harmonia Mundi wird unter anderem das komplette zweite Buch der Debussy-Präludien beinhalten.

Zum ersten Mal ein Klavier gesehen...
Als meine Mutter mich auf ihren Schoß hob, um mit mir an unserem großen Familien-Flügel zu sitzen.

Wenn ich eine Zeitmaschine hätte...
Ich wäre begeistert, wenn ich das Paris des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts erleben könnte, als der Impressionismus die zeitgenössische Musik und Kunst prägte.
Auch die Mitte des 19. Jahrhunderts wäre faszinierend, als Franz Liszt und Clara Schumann mindestens so erfolgreich und bewundert wurden, wie die heutigen Popstars!

Meine Lieblingsbeschäftigung nach einem Konzert:
Nach Konzerte feiere ich am liebsten ganz in Ruhe mit Freunden bei Wein und einem guten Dessert!

Wenn ich kein Pianist geworden wäre:
Ich glaube ich wäre ein Psychologe oder Sprachwissenschaftler. Ich habe während meiner Studienzeit auf dem College große Begeisterung für beide Bereiche entwickelt, als ich die wunderbaren Nicht-Musik-Kurse entdeckte, die in Oberlin angeboten wurden.
Ich liebe es auch für Sänger zu spielen, Erfahrung mit Fremdsprachen ist dabei ungeheuer hilfreich.

Mein Lebensmotto:
Everything in life happens for a reason!


Monika Csampai
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