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Cyprien Katsaris

Klavier

BIOGRAPHIE

Der Pianist und Komponist Cyprien Katsaris kam 1951 als Sohn zypriotischer Eltern in Marseille zur Welt. Seinen ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von vier Jahren bei Marie-Gabrielle Louwerse in Kamerun, wo er aufwuchs. Sein Musikstudium absolvierte er am Pariser Conservatoire National Supérieur de Musique und schloss mit dem ersten Preis für Klavier (1969) und dem ersten Preis für Kammermusik (1970) ab. In der Folge gewann er mehrere internationale Preise, wie den Internationalen Musikwettbewerb Cziffra in Versailles 1974 und den UNESCOPreis der Internationalen Tribüne junger Interpreten 1977 in Bratislava. Beim Internationalen Königin-Elisabeth-Wettbewerb 1972 in Brüssel war er der einzige Preisträger aus Westeuropa. Er erhielt den Preis der Albert-Roussel-Stiftung (Paris 1970) sowie den Preis der Alex-de-VriesStiftung (Antwerpen 1972). In Paris gibt Cyprien Katsaris sein erstes Konzert: Am 8. Mai 1966 trat er als „Ritter“ des Musikwettbewerbs junger Talente „Le Royaume de la Musique“ mit dem Orchestre Symphonique d’Ile-de-France unter der Leitung von René-Pierre Chouteau im Théâtre des Champs-Elysées auf. Seine internationale Karriere führt Cyprien Katsaris zu den bedeutendsten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, der Staatskapelle Dresden, dem MDR Sinfonieorchester, dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin, dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien, dem Cleveland Orchestra, dem National Symphony Orchestra Washington D.C., dem Detroit Symphony, dem Toronto Symphony, dem Vancouver Symphony, dem City of Birmingham Symphony Orchestra, dem Royal Concertgebouw Amsterdam, dem Rotterdam Philharmonic, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Beijing Symphony Orchestra, dem Moskau Philharmonic Orchestra, dem Helsinki Philharmonic, dem Danish Radio Symphony Orchestra, dem Athens State Symphony Orchestra, dem Cyprus Symphony Orchestra, dem Milan RAI Symphony Orchestra, dem Orchestre de la Suisse Romande, der Auckland Philharmonia, dem Brazilian Symphony Orchestra, dem Buenos Aires Philharmonic, dem Mexico City Philharmonic Orchestra, bei dessen Eröffnungskonzert er 1978 auftrat und spielte unter der Leitung von Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Leonard Bernstein, Sir Neville Marriner, Myung Whun Chung, Christoph von Dohnányi, Nikolaus Harnoncourt, Sandor Végh, Dimitri Kitajenko, Vladimir Fedoseyev, Rudolf Barshai, Ivan Fischer, Kent Nagano, Antal Doráti, Sir Charles Mackerras, Charles Dutoit und Karl Münchinger. Letzterer lud Cyprien Katsaris zu seinem Abschiedskonzert mit dem Stuttgarter Kammerorchester im Jahre 1986 als Interpreten von Haydns Klavierkonzert in D-Dur ein.

Das „Katsaris Piano Quintett“ wurde in Amerika, Europa und Japan von Presse und Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen. Er hat zahlreiche Werke von Bach bis Boulez aufgenommen, wie das 2. Klavierkonzert von Brahms mit Eliahu Inbal und dem Londoner Philharmonia, die beiden Klavierkonzerte von Mendelssohn mit Kurt Masur und dem Gewandhausorchester Leipzig und die Klavierkonzerte von Mozart, die er mit der Salzburger Kammerphilharmonie in Salzburg und Wien gespielt und live aufgenommen hat. Seine Aufnahmen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter: Grand Prix du Disque Frédéric Chopin, Warschau 1985; Grand Prix du Disque Franz Liszt, Budapest 1984 und 1989; British Music Retailers Association’s Award 1986; Aufnahme des Jahres 1984, Deutschland, für Beethovens/Liszts 9. Symphonie. Darüber hinaus widmet er sich der Wiederentdeckung in Vergessenheit geratener Stücke, die er zum ersten Mal auf CD veröffentlicht, wie Beethovens eigene Klavierbearbeitung seines Balletts Die Geschöpfe des Prometheus, das Konzert im ungarischen Stil von Liszt/Tschaikowsky und Gustav Mahlers Das Lied von der Erde in der Originalfassung für Klavier und Gesang, mit Brigitte Fassbaender und Thomas Moser. 1992 produzierte das Japanische Fernsehen NHK mit Cyprien Katsaris eine dreizehnteilige Serie über Chopin, die einen Soloabend und Katsaris’ Interpretationskurse umfasst. Am 17. Oktober 1999 bedankten sich die New Yorker Musikliebhaber in der Carnegie Hall bei ihm mit Standing Ovations für das Konzert, das er zum 150. Todestag von Frédéric Chopin gab. Am 27. Januar 2006, dem 250. Geburtstag Mozarts, war er Solist beim Eröffnungskonzert des Mannheimer Mozartorchesters. Im März 2006 gab Cyprien Katsaris Meisterkurse im Hause Franz Liszts in Weimar und war damit der erste Pianist, der seit dem Tode des Komponisten 1886 dort unterrichtete. Im August 2008 wurde er nach Peking eingeladen, um dort anlässlich der Olympischen Spiele im National Center for the Performing Arts zwei Konzerte zu geben. Nach der Welturaufführung des China Jubilee, eines Konzerts von Cui Shiguang für zehn Klaviere und Orchester, improvisierte er als Huldigung an die Universalität der Olympischen Spiele unter anderem über eine Melodie aus dem antiken Griechenland und über Melodien aus China. Am 10. Juli 2014 gab Cyprien Katsaris das erste Konzert in der Fondation Louis Vuitton in Paris. Cyprien Katsaris wird unter anderem in folgenden Werken erwähnt: Harold C. Schonberg, The Great Pianists: From Mozart to the Present; The New Grove Dictionary of Music and Musicians; Die Musik in Geschichte und Gegenwart: Allgemeine Enzyklopädie der Musik (MGG); Baker’s Biographical Dictionary of Musicians; Harenberg Klaviermusikführer: 600 Werke von Barock bis zur Gegenwart; David Dubal, The Art of the Piano: Its Performers, Literature and Recordings; Catherine Lechner-Reydellet, La Grande École française du piano. Er war Juror bei zahlreichen internationalen Wettbewerben, darunter: Chopin (Warschau 1990), Liszt (Utrecht 1996), Prix Vendôme (Paris 2000), Marguerite Long-Jacques Thibaud (Paris 2001), Beethoven (Bonn 2005) und Skrjabin (Moskau 2012). An folgenden Hochschulen leitete Cyprien Katsaris Meisterklassen: Mozarteum Salzburg, Universität von Toronto, Academy of Performing Arts in Hong-Kong, Mannes College of Music in New York City, Royal Conservatory of The Hague, Arts Academy in Mexiko und Shanghai Conservatory of Music. Darüber hinaus war er von 1977 bis 2007 künstlerischer Leiter des Internationalen Musikfestivals Echternach (Luxemburg). Cyprien Katsaris ist „Künstler der UNESCO für den Frieden“ (1997), wurde 2009 mit dem „Kommandeurkreuz des Verdienstordens des Großherzogtums Luxemburg“ ausgezeichnet und zum „Ritter des Ordens für Kunst und Literatur“ (Frankreich 2000) ernannt. Des weiteren erhielt er die „Medaille Vermeil der Stadt Paris“ (2001) und den „Nemitsas Preis“ (Zypern, 2011). Er ist Mitglied der ADAP (Association des Artistes pour la Paix) und Ehrenmitglied von „Lisztomanias International“. Claude Chabrol und Oscar-Preisträger François Reichenbach filmten ihn bei Konzertauftritten.

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