CD-Tipp

"So unterschiedlich beide Komponisten sein mögen, sind sie doch auf ihre Weise auch dem ästhetischen Kosmos ihrer Zeit verpflichtet. Cathy Krier ist es hier gelungen, sie prägnant gegeneinanderzusetzen und zugleich ihre Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, die sich nicht in der Verwendung des gleichen Werknamens ("Masques") erschöpfen. (...) Cathy Kriers sensibles Spiel spürt diesen außermusikalischen Einflüssen nach, lässt sozusagen das Fremde im Eigenen der Musik mitschwingen. So zaubert sie in den "Reflets dans l'eau" fast immaterielle Klänge, die das unbeschwerte Bild der Lichtbrechungen auf dem Wasser evozieren, oder beschwört aus dem "Shéherazade" betitelten Stück von Szymanowski mit seinen jähen Stimmungswechseln eine gleichmäßigen gefährlich anmutende wie sinnlich-lockende orientalische Märchenwelt herauf. Dieses ungemein eindringliche, ja suggestive Musizieren ist über das empathische Nachspüren des Imaginationsreichtums der Komponisten hinaus natürlich auch Kriers pianistischen Qualitäten, der differenzierten Anschlagskultur, dem souveränen Auskosten der dynamischen Skala sowie der reichen Farbpalette geschuldet."

#CathyKrier

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