Klassik Heute Empfehlung

"Über dieses zweite Album des jungen Ensembles Esperanza könnte ich mich lang und breit auslassen oder aber mit ein paar wenigen Worten skizzieren, was die Freunde vorzüglichsten Streicherspiels in dieser Ars Produktion erwartet, und ich entscheide mich ausnahmsweise einmal für die zweite Variante. (...) Das enorm differenzierte, zugleich bewundernswert transparente und homogene Zusammenspiel, die knirschend hingesetzten Akzente, die ungemein zart ausgesponnenen, solistischen Seidenfäden, die durch den Raum wandernden Impulse, die berstende Musizierfreunde und das tief empfundene Verständnis der Partitur – all das wirkt verändernd aufs Gemüt und somit auf unsere Einstellung den versammelten Werken gegenüber, die ja nicht eben zu den ausgesprochenen Favoriten der Programmgestalter gehören. (...) ie neun Miniaturen aber, die Sergej Zacharowitsch Aslamazian, der einstige Cellist des Komitas-Quartetts, nach der Musik des armenischen Komponisten, Wissenschaftlers und Kirchenmannes Soghomon Gevorki Soghomonian alias Komitas Vardapet eingerichtet hat, lassen selbst die virtuosesten, sensibelsten und mitreißendsten Ereignisse dieser Aufnahme hinter sich: Sie sind konzentrierte Facetten einer Volksseele, mithin elementare Erscheinungen, die in der vorliegenden Verabreichungsform mehr von Geschichte und Geschichten, Hoffnungen, Sehnsüchten und Träumen erzählen als tausend dicke Bücher. Das müßte der Truppe um Chouchane Siranossian erstmal einer nachmachen!"

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#EnsembleEsperanza

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