Zwischen Sternminütchen und Blackout

Sheila Arnold im Gespräch mit Maja Ellmenreich


Musiker lernen unzählig viele Noten und Spielanweisungen auswendig. Die Angst vor dem Vergessen plagt viele Interpreten. Die Pianistin Sheila Arnold sprach im Dlf über erinnerungswürdige Konzerte und das mühevolle Erinnern an die Kompositionsidee.

 

Über das Memorieren in der Musik, auch über das Vergessen habe ich mit Sheila Arnold gesprochen. Sie ist mit Preisen, Auszeichnungen und Stipendien vielfach geehrt worden, spielt als Konzertsolistin mit großen Orchestern, als Kammermusikerin mit namhaften Kollegen und auch ganz alleine - in Solokonzerten. Sie konzertiert, aber lehrt auch - und das als Professorin an der Musikhochschule in Köln.

Ich habe Sheila Arnold gefragt: Wenn wir hier im Studio ein Klavier stehen hätten, könnten Sie dann aus dem Stand dieses Debussy-Stück auswendig spielen?

Sheila Arnold: Ich denke schon. Das hängt aber vielleicht damit zusammen, dass gerade dieses Stück ein Repertoirestück ist, wie man so schön sagt. Es ist ein Werk, das ich seit Jahren, mittlerweile kann man sagen Jahrzehnten, spiele. Das heißt, dass der Ablauf des Lernens, vielleicht wieder Zurücklegens - nennen wir es in diesem Zusammenhang vielleicht Vergessens - und dann wieder sich Erinnerns und wieder Vergessens und wieder Erinnerns relativ häufig vorgekommen ist. Jemand sagte zum Beispiel: Wenn man sieben Mal etwas vergessen hat und sich dann wieder daran erinnert und neu gelernt hat, dann kann man etwas. In diesem Fall könnte ich mir das ganz gut vorstellen, ja.

 

Zum gesamten Interview und zum Nachhören

 

 

 

 

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