"Cello wird bei diesen exzellenten Interpretationen zum Protagonisten des Widerstands"

"Es gibt in  Russland die Einstellung, sich zu den Widrigkeiten des Lebens mit listiger Klage zu wehren. Dessen eingedenk hat die junge Solistin Anastasia Kobekina ihre Stimmführung im Cellokonzert (1959) Schostakowitschs mit Vitalsaft und-kraft aufgeladen und zugleich eine rau-ironische Distanz gewahrt. So hat auch der düstere Modus im Moderato einen Hoffnungsschimmer: durch den Kontrast beim intensiven Cello-Cantus und den von Kevin John Edusei pointierten orchestralen Irrlichtern. (...)
Direkter reagierte Mieczslaw Weinberg mit der nach einem Gefängnisaufenthalt komponierten Fantasie (1956) auf Kalamitäten und Enttäuschungen. Deren folkloritischen Lied- und Tanzmotive nimmt Anastasia Kobekina mit nobler Tongebung und protestierenden  Schwung. Vladimir Kobekin überlässt seiner Tochter Anastasia dagegen lieber Gefühle trunkender Lebenslust in opulenten Baccants (2018), die im perkussiven 5er-Metrum und ihrer markanten Artikulation störrisch jegliche Ambivalenzen beiseite schieben. Das sonst eher deklamatorische Cello wird bei diesen exzellenten Interpretationen zum Protagonisten des Widerstands."

 

 

Share on Facebook
Share on Twitter
Please reload

Aktuelle Einträge

January 14, 2020

January 13, 2020

January 9, 2020

Please reload

quintessenz artists

monika csampai

Ferchenbachstraße 7
D- 80995 München

Fon: +49 (0)89 - 150 50 99
Email: info@quint-essenz.com 

  • Facebook Social Icon
  • Pinterest Social Icon
  • Twitter Social Icon
  • Spotify Social Icon
  • Instagram
  • Youtube
  • LinkedIn Social Icon

© 2017 Quintessenz

Um Ihren Webseitenbesuch zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich damit einverstanden.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.