An der Grenze des Spielbaren

"Jetzt hat sich die 30-jährige einen lange vergessenen Paradiesvogel der französichen Romantik, den 1813 geborenen Komponisten und Megavirtuosen Charles-Valentin Alkan vorgenommen, und neben einer Auswahl später Miniaturen sein schier unspielbares "Concerto pour piano seul" (aus den 1857 erschienenen "12 Etüden in allen Moll-Tonarten") eingespielt. Der vermutlich ironische Titel "Etüde" täuscht, denn allein der erste Satz dieses hypertrophen Konzerts für zwei Hände umfasst mehr als 1000 Takte und dauert über 30 Minuten, weshalb die meisten Pianisten es lieber liegenlassen.
Schaghajegh Nosrati aber meistert das monströse, technisch grenzwertige Opus mit einer manuellen Perfektion und einer stilistischen Souveränität, dass man den 55 langen Noteninferno wie gebannt zuhört. Zudem versteht sie es, hinter die hochvirtuose Ffassade zum eigentlichen erzählerischen Kern von Alkans überbordender Fantasie vorzudringen und so auch die harmonische und stilistische Modernität seiner hochkomlexen Architekturen aufleuchten zu lassen. DSs  Alkan aber nicht nur ein Klavier-Berserker war, sondern auch die kleine Form beherrrschte, unterstreicht ihre einleitende Auswahl von lyrischen Miniaturen (aus den "Equisses" op.63), die mit reduziertem technischem Aufwand wunderbare Stimmungsbilder aufspannen."

 

 

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