Edgar Allan Poe und die Harfe - Außergewöhnliche Debut-CD der Harfenistin Julia Wacker

„Wer mit dem Werk Edgar Allan Poe’s vertraut ist oder auch nur wenige seiner grusligen Kurzgeschichten gelesen hat, untermalt diese oft von menschlichen Abgründen handelnden Texte im inneren Geist vielleicht nicht gerade mit dem, klischiert dem Engelsgleichen zugeordneten, Harfenklang. Dass sich dennoch zwei Komponisten und eine Komponistin auf diese Verbindung einliessen, zeugt einerseits von deren grossen Experimentierfreudigkeit und unerlässlichen Suche nach neuen musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten, andererseits von dem schier unendlichen Reichtum des Klangspektrums der Harfe.

Zwei der Ersten, die Werke aus Poe’s Horrorliteratur programmatisch vertonten, waren die Harfenvirtuosin Henriette Renié (1875–1956), die 1912 den Text „The Tell- Tale Heart“ als Vorlage für ihre „Ballade fantastique“ verwendete, und der ebenfalls französische Komponist André Caplet (1878–1925), der 12 Jahre später mit seinem Werk „Conte fantastique“ für Streichquartett und Harfe die Kurzgeschichte „The Mask of the Red Death“ musikalisch nachzeichnete.

Der Schweizer Komponist Thüring Bräm (*1944) nimmt in seiner 2016 geschriebenen Komposition „A Wind Blew Out of a Cloud“ für Harfe solo Bezug auf das weltbekannte Gedicht „Annabel Lee“. Pressetext Ars Produktion

Edgar Allan Poe und die Harfe 1 Henriette Renié (1875–1956) Ballade fantastique für Harfe 2 Edgar Allan Poe (1809–1849) Das verräterische Herz 3 André Caplet (1878–1925) Conte fantastique für Harfe und Streichquartett 4 Edgar Allan Poe Die Maske des roten Todes 5 Thüring Bräm (*1944) A wind blew out of a cloud für Harfe

6 Edgar Allan Poe Annabel Lee

Julia Wacker, Harfe Petra Auer, Lesung Galatea Quartett, Streichquartett

Label Ars Produktion (Vertrieb Note 1), CD, VÖ September 2020 Bestell-Nr.: ARS 38 576

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