"Beethoven mal aufregend anders!"

Klassikwelt 28. 10. 2020


Seit 2012 gibt es dieses quicklebendige Klavierquartett, das im Konzert und auch Studio immer für Überraschungen gut ist. Auf seinem neuen Album spielt das Flex Ensemble ein Stück von Beethoven, das allerdings im Original ganz und gar nicht für ein Klavierquartett geschrieben wurde. (...)


Das Flex Ensemble mit dem ersten Satz aus Beethovens dritter Sinfonie in Es-Dur der berühmten „Eroica“. Die wirklich toll klingende Bearbeitung für Klavierquartett stammt vom Beethoven-Schüler Ferdinand Ries. (...)


Zentrales Stück ist natürlich Beethovens dritte Sinfonie in der Quartett-Version von Ferdinand Ries. Allein das macht dieses Album schon hörenswert. Man spürt in jeder Sekunde, dass sich die vier vom Flex Ensemble buchstäblich „hereingekniet“ haben in dieses Stück. Wenn Kammermusik so intensiv und kompetent gespielt wird, dann erreicht sie dieselbe Wirkung wie Beethovens Orchesterversion. Das ist große Musik in kleiner Besetzung, und gerade diese Konzentration auf das Wesentliche schafft ganz neue Perspektiven. Als Zugabe spielt das Flex Ensemble 2 Stücke des kanadischen Komponisten Gordon Williamson. Der verarbeitet hier Themen aus Beethovens Eroica. In seinem kurzen Stück „Encore“ verwurstet er den Schluss-Satz mit ganz viel Humor. (...)

„Inside Eroica“ ist der Titel dieser wirklich inspiriert gespielten Aufnahme mit dem Flex Ensemble, die die Ohren putzt – Beethoven mal aufregend anders!


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