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  • Daniel Knödler

"blitzsauber, reaktionsschnell und mit viel Spielwitz"

"Schon allein die Zusammenstellung der Stücke auf dieser CD macht sie extrem attraktiv: ein Klassiker, einige Raritäten und dazu viel 20. Jahrhundert. Endgültige Überzeugungsarbeit verleihen diesem bunten Trioreigen aber die Musiker des Leipziger Streichertrios, die ganz fernab von Saiten-Askese, die man gemeinhin mit ihrer Besetzung verbindet, so richtig musikalisch zur Sache gehen. Dabei wird nicht "geheizt" oder brutal gegen den Strich gebürstet. (...)

So hört man den drei Musikern, die sich rund um das MDR-Sinfonieorchester Leipzig gefunden haben, gebannt zu und vermag jedes noch so kleine Detail zu vernehmen, die Sauberkeit der Intonation und die Vielschichtigkeit des Trioklangs zu bewundern. Neben der Serenade von Ernst von Dohnanyi, die sich doch bisweilen sinfonisch im Kammergewand gibt, kann auch Jean Françaix' viersätziges Trio aus dem Jahr 1933 überzeugen. In manchen Momenten während der raschen Sätze hat man hier den Eindruck als würden die drei Streicher durch einen imaginären Trickfilm mit Tom & Jerry hetzen - blitzsauber, reaktionsschnell und mit viel Spielwitz. (...)


Adrian Iliescu, Atilla Aldemir und Rodin Moldovan verschmelzen in der Chaconne fast zu einem einzigen Instrument, so homogen und fein abgestimmt wird hier gestaltet. (...)


Das Leipziger Streichtrio zeigt eindrucksvolle Bogen- und Griffarbeit, die in Klang, Konturen und Beweglichkeit so ausgezeichnete Ergebnisse erzielt, als würden die drei Streicherkollegen schon ihr ganzes musikalisches Leben miteinander auftreten."

Orchester 10/2023






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