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CD des Tages in Wien

  • Autorenbild: quintessenz
    quintessenz
  • 23. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 14. Mai

Radio Klassik, Michael Gmasz
Kreisler, Breinschmid: Violinkonzerte

Geigerisch-Wienerisches einst und jetzt – so könnte der Untertitel der aktuellen CD des Geigers Benjamin Schmid lauten, auf der er sowohl Musik von Fritz Kreisler als auch von Georg Breinschmid interpretiert. Michael Gmasz fühlt sich im Historischen genauso wohl, wie im Zeitgenössischen.


Man könnte die CD auch einen Ausläufer des Kreisler-Jahres 2025 bezeichnen, in dem er seinen 150. Geburtstag gefeiert hätte. Geiger Benjamin Schmid ist seit jeher bekennender Liebhaber der kleineren und größeren Preziosen Kreislers, doch seine Verneigung vor dem großen Geiger/Komponisten sollte nicht aus schön Rosmarin, Liebesfreud oder Marche Viennoise bestehen – nein, die großen Formen bzw. größere Besetzungen sollten es sein. Und dazu ein passendes Gegenüber, gut einhundert Jahre später. Geworden sind es Kreislers einsätziges Violinkonzert nach Paganini, die Viennese Rhapsodic Fantasietta und das Präludium und Allegro im Stile Pugnanis, in Arrangements von John Webber, Christoph Ehrenfellner und Albert Schwarzmann. Dem gegenüber steht das, 2023 für Benjamin Schmid geschriebene Violinkonzert von Georg Breinschmid.

Schmid und Breinschmid, das ist auf so viele verschiedene Arten eine gute Kombination. Hier zeigt der Kontrabassist Breinschmid, dass er auch für die hohen vier Saiten etwas übrig hat. Ein stilistisch absolut abwechslungsreiches Violinkonzert, bei dem, ähnlich wie bei Guldas Cellokonzert, kein Satz dem anderen ähnelt, außer, dass dem Solisten immer genug Platz für Improvisation eingeräumt wird! Von der leicht verqueren Eingangsmelodie bis hin zum großen, romantisch angelegten Finale. Ich denke, Kreisler hätte seine Freude an diesem Werk gehabt. Wie Schmid auch an Kreislers Schaffen. Seine Werke erhalten in diesen Bearbeitungen wieder neue Facetten, was Farbe, Kraft, Eindringlichkeit und Klang betrifft. Das RSO Wien und die Salzburg Wind Philharmonic sind Benjamin Schmid dabei verlässliche Partner. Als Höhepunkt der CD ist Christoph Ehrenfellners Version der Viennese Rhapsodic Fantasietta gut platziert. Viel Wienerischer geht nicht, echt nicht – Oida. (mg)



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