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Jennifer Lim: Fünf Fragen - Fünf Antworten

  • FONO FORUM
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

1 Ein Stück, das Ihnen viel bedeutet, das aber viel zu wenig bekannt ist:

Alexander Glasunows Konzertwalzer op.42. Er ist eine großartige Übung für die rechte Hand, fast wie eine wunderschöne Etüde, und gleichzeitig ein sehr zartes Stück. Mein Lehrer Anton Kuerti hat mich vor Jahren damit bekannt gemacht, leider kann er aus gesundheitlichen Gründen schon seit einiger Zeit nicht mehr auftreten. Ich wünsche im alles Gute und verbinde mit diesem Stück vielle schöne Erinnerungen.


2 Ein Stück, das alle/die meisten anders spielen als Sie:

Ich bin mir nicht sicher, ob ich ein bestimmtes Stück nennen kann, aber anscheinend spiele ich meine Adagios und Lentos in langsamen Sätzen sehr genussvoll. Das liegt wohl an meinem Charakter.


3 Ein Stück, das Sie nie wieder spielen wollen (aber früher spielen mussten): 

Es gab einige sehr moderne Stücke, die ich auf Konzertreisen gespielt habe und von denen ich nicht ganz überzeugt war. Trotzdem waren es interessante Erfahrungen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.


4 Das letzte Musikerlebnis, das Sie umgehauen hat (als Interpret oder als Zuhörer): 

Christian Tetzlaffs Live-Aufführung von Beethovens Violinkonzert mit dem Gewandhausorchester Leipzig im Jahr 2023. Zufälligerweise fand dieses Konzert an dem Abend statt, an dem ich meine Gesamtaufnahme der Mozart-Klaviersonaten, ebenfalls im Gewandhaus, abgeschlossen hatte. Atemberaubend, präzise und zutiefst berührend. Einfach in jeder Hinsicht fantastisch.


5 Ein Stück, dessen Erfolg Sie nie verstanden haben:

Wenn ich Schwierigkeiten hatte, ein Stück zu verstehen, lag es wahrscheinlich daran, das ich ihm nicht genug Zeit -oder Herz- gewidmet habe. Aber die Welt ist doch voller Klavierrepertoire, in das man sich sofort verlieben kann, oder? Es ist besser, sich zuerst auf diese Stücke zu konzentrieren.


FONO FORUM 12/2025

ree

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