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  • Wilfried Schäper, Radio Bremen 2-Klassikwelt

"Sergej Prokofiev kann man kaum besser spielen – Chapeau!"

"Der deutsche Pianist Michael Korstik ist einer der besten Klavierkünstler hierzulande – ein Mann eher für Insider, denn Korstick bewegt sich gerne abseits vom Mainstream. Korstick ist auch ein leidenschaftlicher Kammermusiker und spielt seit vielen Jahren zusammen mit dem österreichischen Geiger Thomas Albertus Irnberger. Bei Beethoven haben die beiden sich als echtes „Dreamteam“ gezeigt – ihre Aufnahme aller Violinsonaten hat neue Maßstäbe gesetzt. Ähnliches könnte jetzt bei Sergej Prokofiev passieren. Irnberger und Korstick haben gerade eine Doppel-CD mit dessen Stücken für Violine und Klavier aufgenommen.

Das Repertoire passt perfekt zu den beiden eigenwilligen Virtuosen. Die sind beide keine „Schönspieler“ und blicken immer hinter die Fassade der Musik. Prokofievs zweite Violinsonate steht zwar in Dur, ist aber mitten im zweiten Weltkrieg entstanden. Wie so oft bei diesem Komponisten ist die Idylle hier nur eine scheinbare. Die süßliche Melodik des ersten Satzes klingt ein bisschen vergiftet, und das rasante Scherzo könnte man auch doppelbödigen Totentanz deuten. Thomas Albertus Irnberger und Michael Korstick spielen das mit existenzieller Tiefe und subtiler Ironie…


Eine packende Aufnahme mit 2 herausragenden Virtuosen auf ihren Instrumenten. Irnberger und Korstick sind nicht nur für Beethoven eine Idealbesetzung, auch Sergej Prokofiev kann man kaum besser spielen – Chapeau!"







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