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  • Corina Kolbe, Crescendo

Tango trifft Schlag­werk

"Der Perkus­sio­nist Kai Strobel setzt den Tango in ein völlig neues Licht. Auf dem Schlag­werk gespielt, erin­nert Omar Massas Tango Prelude No.1 nur noch entfernt an den Tanz, der von Argen­ti­nien aus die Welt erobert hat. Das Stück beginnt mit harten, rhyth­mi­schen Schlägen auf dem Marim­bafon, bevor Strobel dem Vibrafon mit dem Bogen zarte, träu­me­ri­sche Töne entlockt. In Neotango Episodes spürt er mit der Pianistin Katha­rina Treutler und Massa am Bando­neon den afri­ka­ni­schen Ursprüngen des Tanzes nach. Astor Piaz­zollas bekannte Kompo­si­tion La Muerte del Angel erklingt in einem neuen Arran­ge­ment, Strobel und Massa setzen hier erfri­schend leben­dige Akzente. Im Kontrast zu den stark rhyth­mus­be­tonten Stücken wirken die Werke des Kata­lanen Ferran Crui­xent wie Inseln der Ruhe. In Broken wird das Vibrafon derart in Schwin­gung versetzt, dass es fast sphä­risch tönende Musik erzeugt. Fröh­lich und jazzig ist Darius Milhauds beliebte Suite Scara­mouche, die in Stro­bels eigenem Arran­ge­ment für Klavier und Schlag­werk zu hören ist. Zu einem Spazier­gang durch die Geburts­stadt des Tangos laden Massas vier­tei­lige Buenos Aires Minia­tures ein – Vibrafon und Bando­neon finden in diesem Stück auf spie­le­ri­sche Weise zusammen.



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