"große Stilvielfalt"

"Der 1993 verstorbene amerikanische Pianist Yvar Mikhashoff schrieb 127 Tonsetzer an und bat sie, einen Tango zu schreiben. Warum es gerade um Varianten dieses
argentinischen Tanz-Klassikers gehen sollte, weiß man nicht. (...). Sein Plan, die zugesandten Werke in einer Notenedition herauszubringen, zerschlug sich durch den frühen Tod des Pianisten. Seine heute zum großen Teil verschollene Sammlung weckte die Neugier von Hanna Shybayeva, die nun einen Teil dessen, was noch davon vorhanden ist, eingespielt hat.
Berühmte Namen sind dabei (Nyman, Piazzolla, Wolpe), aber deutlich in der Unterzahl. Ein Schwerpunkt der amerikanischen Komponistenszene der 1980er Jahre zeichnet sich ab, in der die Moderne gerade der Postmoderne wich. So begegnet sich große Stilvielfalt – etwa mit einem Zwölftontango (Milton Babbitt), mit minimalistischen Umsetzungen (Nyman, Tom Johnson), mit vielfältigen theatralischen Brechungen der typischen Tango-Klischees. Hanna Shybayeva hat ihre
Entdeckung dramaturgisch geschickt angeordnet und meistert die Vielfalt in der Einheit mit einer solchen Hingabe und einem solchen stilistischen Einfühlungsvermögen, dass man sich schon auf die Fortsetzung freut. Dass es eine geben könnte, deutet die Pianistin im Booklet an."
Aus PIANONews 4-2019, www.pianonews.de

 

 

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