"Dieser Meisterin gelingt alles aufs Tonschönste"

"Über viele Jahre stand Weinberg in enger Beziehung zu Schostakowitsch (...)
Die vorliegende CD stellt Cellowerke beider Meister unmittelbar nebeneinander.
Es überwiegen die Unterschiede: Schostakowitschs 1. Cellokonzert zeigt seine Vorliebe für schneidige Rhythmik, manische Motorik, für sarkastische "Maskierung" und jähe Stimmungswechsel. Dies scheint Weinberg eher fremd gewesen zu sein. Seine 1956 komponierte Fantasie für Cello und Orchester op.52 präsentiert sich rundheraus romantisch. (...)
Beide Werke befinden sich hier bei der jungen Cellistin Anastasia Kobekina in den bestmöglichen Händen. Ob leuchtende Kantilene, vertrackte Doppelgriffe (etwa in der Schostakowitsch-Kadenz), rasende Läufe oder rhythmische Attacke: Dieser Meisterin gelingt alles aufs Tonschönste. Bravo! (...)
Als Encore enthält die CD Vladimir Kobekins Bacchants. Als Vater der Solistin Anastasia Kobekina hat dieser produktive Komponist (+1947) zahlreiche Cellowerke verfasst. Dieses neueste erweist sich als brillant instrumentierte, ungeraden Metren frönende Petitesse, die dem Soloinstrument knappe sechs Minuten uneingeschränkte Virtuosenzeit bietet."

 

 

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