"diese vermeintlich „alte“ Musik klingt hier gar nicht alt, sondern frisch, lebendig und modern."
- quintessenz

- vor 3 Tagen
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Radio Bremen-Klassikwelt
Moderation Wilfried Schäper
"Ich gebe zu, dass ich mehr und mehr ein Fan von Barockmusik werde. Die Interpretation von Barockmusik hat sich in den letzten Jahrzehnten unglaublich dynamisch verändert. Es gibt mittlerweile viele großartige Ensembles, die die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts ganz anders angehen als früher. Barockmusik wird hier manchmal regelrecht zur „Rockmusik“ mit swingendem Rhythmus, geschärften Klangfarben und mitreißender Spielfreude. Zum Beispiel auf dem neuen Album der dänischen Blockflötistin Clara Guldberg Ravn. Die spielt hier zusammen mit Mitgliedern des „Concerto Copenhagen“ Musik von Georg Philipp Telemann. „You made me laugh“ heißt die Platte mit 2 Ouvertüren und 2 Konzerten für Blockflöte. Telemann wird hier entstaubt, diese vermeintlich „alte“ Musik klingt hier gar nicht alt, sondern frisch, lebendig und modern.
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Das war der erste Satz aus Telemanns Ouvertüre in a-moll, und der klingt hier unheimlich dynamisch mit geschrubbten Lautenklängen und gestochen scharfem Blockflötenspiel. Telemann hat zwar tausende Stücke geschrieben, aber er ist kein langweiliger Fließband-Produzent. Seine Musik hat hohe Qualität, Esprit und auch eine gute Portion Humor. Nicht von ungefähr hat diese neue Platte den schönen Titel „You made me laugh“. Und weil diese Platte so viel Spaß beim Hören macht, gleich noch ein Satz aus der a-moll-Ouvertüre: „Rejouissance“…
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Atemberaubend virtuoses Blockflötenspiel von Clara Guldberg Ravn. Die Dänin spielt auf ihrem neuen Album zusammen mit Mitgliedern des Concerto Copenhagen Musik von Georg Philipp Telemann, hier einen Satz aus seiner Ouvertüre in a-moll. Wieder eine tolle Platte der charismatischen Flötistin, die übrigens auch schon mit dem Bremer Barockorchester zusammengespielt hat.
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Als kleines Intermezzo kommt aber jetzt erst nochmal die dänische Blockflötistin Clara Guldberg Ravn mit ihrer neuen Telemann-Platte. Zusammen mit Mitgliedern des „Concerto Copenhagen“ spielt sie hier Flötenkonzerte des deutschen „Barock-Rockers“. Der vielgeschmähte Telemann war ein herausragender Musiker mit Humor und Swing. Zu hören zum Beispiel in seiner Ouvertüre Es-Dur für Blockflöte, Streicher und Basso continuo. Hier kommen daraus Bourée, Passepied, Gavotte und Gigue…
Barockmusik ohne Puder und Perücke – das war die fabelhafte dänische Blockflötistin Clara Guldberg Ravn mit 4 Sätzen aus Telemanns Ouvertüre Es-Dur. Sie spielt hier zusammen mit Mitgliedern des „Concerto Copenhagen“. Erschienen ist diese herrliche und mitreißende Barock-Platte übrigens bei einem kleinen und sehr engagierten Label hier in Bremen."



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