Café 1930: Zum Café mit Anastasia Schmidlin
- quintessenz

- vor 4 Tagen
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Mit dem “Café 1930” laden wir Sie zu einer musikalischen Reise durch verschiedene Tanz- und Stilwelten des 20. Jahrhunderts ein, vom Tango über impressionistische Klangfarben bis hin zum Jazz. Die ungewöhnliche, farbenreiche Kombination von Klarinette und Gitarre eröffnet ein besonders intimes und zugleich ausdrucksstarkes Klangspektrum. Das Programm vereint einige der beliebtesten Werke für diese Besetzung – echte Klassiker und Publikumslieblinge –, die durch ihre stilistische Vielfalt, rhythmische Energie und emotionale Tiefe Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber aller Generationen ansprechen. (Booklettext der Interpreten)

Astor Piazzolla (1921–1992), Histoire du TangoBordel 1900, Café 1930, Nightclub 1960, Concert d’aujourd’hui Lukáš Sommer (*1984), May Suite, I- IV Darius Milhaud (1892–1974), Corcovado Alexander Rosenblatt (1956*), Elegie Sidney Bechet (1897-1959), Si tu vois ma mère
Anastasia Schmidlin, Klarinette
Kanstantsin Shumilin, Gitarre
Label: Arteprism Studios, Digitales Album 2026-10
Veröffentlichung: 25. September 2026
Astor Piazzolla (1921–1992)
Histoire du Tango
Im Zentrum des Programms steht Astor Piazzollas Histoire du Tango, ein vierteiliger Zyklus, der die Entwicklung des Tangos im 20. Jahrhundert nachzeichnet. Der erste Satz Bordel 1900 spiegelt die rohe, lebhafte Atmosphäre der frühen Tangomusik wider, wie sie in Bars und Vorstadtkneipen von Buenos Aires erklang. In Café 1930 wird der Tango langsamer, ernster und melancholischer und entwickelt sich von reiner Tanzmusik zu einem Ausdruck innerer Emotionen. Nightclub 1960 bringt neue Klangfarben und jazzige Einflüsse ein, wodurch der Tango moderner und weltoffener wird. Im abschliessenden Concert d’Aujourd’hui löst sich der Tango endgültig vom Tanz und wird zu einer eigenständigen Konzertform. Mit diesem Werk verbindet Piazzolla traditionelle Tango-Elemente mit klassischen Strukturen und jazziger Harmonik und schafft damit ein Werk von nachhaltiger Ausdruckskraft und stilistischer Erneuerung.
Lukáš Sommer (*1984)
May Suite
Die May Suite des tschechischen Komponisten und Gitarristen Lukáš Sommer eröffnet das Programm. Das zeitgenössische Werk zeichnet sich durch lyrische Melodien, virtuose Passagen und eine klare, moderne Tonsprache aus. Trotz ihres Titels – „Mai-Suite“ – wirkt die Musik wie ein poetischer Blick in einen idealisierten Frühling: frisch, farbenreich und voller Leichtigkeit.
Darius Milhaud (1892–1974)
Corcovado
Mit Corcovado bringt Darius Milhaud brasilianisches Flair in impressionistischer Klangsprache zum Ausdruck. Inspiriert von seinen Aufenthalten in Südamerika verbindet Milhaud rhythmische Vitalität mit raffinierter Harmonik. Das Stück besticht durch Witz, Eleganz und eine tänzerische Leichtigkeit, die unmittelbar anspricht.
Alexander Rosenblatt (*1956)
Elegie
Die Elegie des russischen Komponisten und Jazzpianisten Alexander Rosenblatt ist ein zutiefst persönliches Werk. Rosenblatt komponierte es am Tag nach der Beerdigung seiner Mutter – in einem einzigen Atemzug, ohne aufzustehen. Die Musik ist eine innige, schlichte und zugleich tief bewegende Erinnerung. Dieses Werk ist seiner Mutter gewidmet; unsere Aufführung widmen wir symbolisch allen Müttern – in Dankbarkeit für ihre Liebe und Fürsorge. Die Aufnahme dokumentiert die Schweizer Erstaufführung dieses Stücks.
Sidney Bechet (1897–1959)
Si tu vois ma mère
Den Abschluss bildet der Jazzklassiker Si tu vois ma mère von Sidney Bechet – bekannt unter anderem aus Filmen von Woody Allen. Der Titel bedeutet „Wenn du meine Mutter siehst“ und knüpft damit inhaltlich nochmals an das Thema Erinnerung und Dankbarkeit an. Die Melodie strahlt eine tiefe, warme Nostalgie aus und unterstreicht eindrucksvoll die emotionale Ausdruckskraft der Klarinette. Bechets Musik bildet einen poetischen, sanften Ausklang dieses Programms.




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