"Umso bemerkenswerter sind seine (Anmerk. Carlo Graziani) sechs Sonaten für Violoncello & Continuo, die er seinem Schüler, dem Prinzen von Preussen (später König Friedrich Wilhelm II.) widmete. Uns dies offenbar ohne Bedenken spieltechnischer Linits, hat doch jede Sonate ihre Finessen, die Stefano Cerrato allerdings souverän meistert. So die Allegro-Grazie mit emotionalen Verbeugungen in Nr. 1, die Cantabile-Trauer in Nr. 2, die rhythmische Asymmetrie des Allegretto und das (sozusagen) Rap-Parlando in Nr. 3, die pochenden Pulsationen aus dem Bassregister in Nr. 4 und das Pendant jubelnder Diskant bis ins Flageolett in Nr. 5: Stets haben diese SonatenBesonderheiten im Solopart, der vom Groove (der Begriff aus dem Jazz passt hier durchaus) der beiden motivierten Continuo-Begleiter in Schwung gehalten wird."

 

 

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