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  • kultur.west Juli/August 2020

Aktualisiert: 15. Okt 2020

"Natürlich fielen auch einem Beethoven die reifen Früchte nicht einfach in den Mund. Alles musste immer wieder hart erarbeitet werden. Um den Verkaufserlös seiner Werke zu steigern, arrangierte er so manchen Orchestercoup schon mal für die hausmusikalische Besetzung. (...) Jetzt liegt der dritte Teil vor. Diesmal folgt auf das "Gassenhauer-Trio" die Bearbeitung der 6. Sinfonie aus der Feder von Christian Gottlieb Belcke. Der Beethoven-Zeitgenosse hat die als "Pastorale" bekannte Sechste äußerst apart und erstaunlich farbenreich für Klavier, Violine und Cello gesetzt. Dank der drei Bonner Musikanten hört man diese Gassenhauer-Sinfonie tatsächlich jetzt mit etwas anderen Ohren."

#BeethovenTrioBonn

  • Ayrton Desimpelaere, Crecendo Magazine Belgien

Aktualisiert: 21. Okt 2020

Son 10 – Livret 10 - Répertoire 10 – Interprétation 10

"Riche d’informations, voilà un récital consacré à Brahms rudement bien mené et qui ne laisse pas indifférent. En démarrant avec l’opus 76, huit miniatures d’une finesse inégalable, Peter Orth annonce la couleur : précision, discours réfléchi, plan sonores et dynamiques nombreux. Le toucher est délicat, appuie certaines harmonies ou accentue quelques aspects rythmiques qui ponctuent ci-et-là une direction musicale très large. La qualité de l’enregistrement et du piano contribue à la qualité générale de ce récital. Chaque pièce est conçue dans le sens le plus juste possible. Choix des tempi lucides, une main gauche qui soutient avec générosité les différentes thématiques, une main droite qui timbre à souhait… que demander de plus ? Avec les deux Rhapsodies, une énergie davantage enivrante et plus envolée se projette très naturellement dans le matériau musical. Il y a aussi, derrière le propos esthétique très clair du pianiste, un son ample et généreux qui apporte un liant grâce aussi à une pédalisation très juste. Et puis la troisième Sonate, un sommet de la littérature musical, un tour de force incontestable, conclut le récital. Outre le fait que nous soyons accrochés à chaque note écrite par Brahms, Peter Orth distille des élans dramatiques et des effets proches d’un grand orchestre. Dans son piano, tout sonne grand et majestueux, sans oublier la douceur indicible des moments plus délicats. Du très beau piano, une belle histoire avec un compositeur de génie."

En savoir plus ici

#PeterOrth

  • Oswald Beaujan, BR Klassik

Aktualisiert: 21. Okt 2020

Kurz und bündig Dieses Album wird lieben, wer … … immer schon ein Brahms-Fan war oder unbedingt einer werden möchte. Dieses Album ist ein Hörgenuss, weil … … es hinreißend den ganzen Elan des jungen Brahms transportiert. Dieses Album lohnt sich, weil … … es wirklich erahnen lässt, was Clara und Robert Schumann so unglaublich an dem zwanzigjährigen Brahms faszinierte. "Das Ehepaar Clara und Robert Schumann muss der junge Johannes Brahms geradezu verzaubert haben, als er ihnen am Klavier vorspielte. Schumann prophezeite ihm geradezu überschwänglich "Lorbeeren und Palmen" und hieß ihn "willkommen als starken Streiter". Das ist knapp 170 Jahre her. Wer es heute versteht, mit einer aktuellen Brahms-Einspielung eine Ahnung von den damaligen Glücksgefühlen der Schumanns zu vermitteln, der kann nicht nur Klavier spielen, sondern wirklich Musik machen. Peter Orth kann beides, was er mit seiner fesselnden Interpretation der frühen f-Moll-Sonate unter Beweis stellt. (...) Der Zauber, den Clara und Robert Schumann ganz offensichtlich verspürt haben, als sie diesen jungen Mann vor 170 Jahren an ihrem heimischen Flügel erlebten, er dürfte sich heute kaum wieder beschwören lassen – nicht jeder Moment ist für die Ewigkeit konservierbar. Das ist gut so in einer Zeit, die nahezu alles abrufbar vorhält. Aber die Noten von Brahms sind da, ihnen lässt sich Leben einhauchen, mit solcher Noblesse und Musikalität, mit solchem Tiefgang und Ernst, dass vielleicht sogar ein wenig von jenem Gefühl, das die Schumanns empfunden haben mögen, in unserer Gegenwart mitschwingt. Das ist dann große Interpretationskunst, eine Kunst, die nicht viele beherrschen. Der amerikanische, aber seit Jahrzehnten in Deutschland lebende Pianist Peter Orth beherrscht sie. Orth ist ein unauffälliger, aber wunderbarer Pianist, sicher zu wenig bekannt. Sein Brahms ist voller Esprit und Vitalität, nimmt sich aber genauso alle Ruhe und Zeit der Welt, wenn nötig und sinnvoll. Eine unglaubliche Klarheit und Strukturiertheit durchzieht seine neue Einspielung der frühen f-Moll-Sonate, zugleich pulsiert sie, versprüht mit fantastischem Gespür für klangliche Transparenz all den Charme und Elan, zu dem der junge Brahms mühelos fähig war. Hinreißend. Das gilt auch für die nicht so oft gespielten Klavierstücke op. 76 und die Rhapsodien op. 79 des älteren, aber noch keineswegs alten Brahms. Sie besitzen noch nicht die melancholische Wehmut der unfassbar schönen späten Klavierstücke, die einfach Musik für die einsame Insel sind. Aber auch von diesen acht wundervollen Capriccios und Intermezzi möchte man nicht eines missen, ganz sicher nicht angesichts der Schönheit, die Peter Orth ihnen entlockt. "Lieben Sie Brahms?", fragte die französische Schriftstellerin Francoise Sagan mit ihrem 1960 erschienenen Roman. Ja, ich liebe Brahms, ganz besonders, wenn er so musiziert wird wie von Peter Orth.

Zum Nachhören

#PeterOrth

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